Mayer Brown trotz Finanzkrise mit Umsatzsteigerung
Es waren nicht die großen Umsatzsprünge von 15, 40 und 20 Prozent aus den Jahren zuvor, aber mit immerhin gut 7 Prozent steigerte die deutsche Praxis von Mayer Brown auch im vierten Jahr in Folge ihren Umsatz. Der Gewinn der drei deutschen Büros in Frankfurt, Köln und Berlin schrumpfte 2007 dagegen investitionsbedingt von 17,8 auf 15,2 Millionen Euro.Die Kanzlei zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Umsatz von 48,3 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2007, das bei Mayer Brown dem Kalenderjahr entspricht. Das Ergebnis von 2007 ist vor allem vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzmarktkrise zu bewerten, denn auch im vergangenen Jahr erwirtschafteten die Bereiche Corporate und Finance den Löwenanteil des deutschen Umsatzes (54,3 Prozent). Kaum verschoben haben sich die Kräfteverhältnisse innerhalb der deutschen Praxisgruppen. Den größten Anteil am Gesamtumsatz erwirtschaftet unverändert die Corporate-Abteilung mit 38 Prozent (39,2 Prozent im Vorjahr), gefolgt von Finance mit 16,3 (16,7), IP mit 15,4 (15,8) und Immobilienrecht mit 13,2 (11).
Dagegen konnten die 25 deutschen Partner ihren persönlichen Umsatz deutlicher steigern. Der Umsatz pro Partner stieg um 11,5 Prozent auf 1,97 Millionen Euro. Weil die deutsche Praxis auch 2007 personell erheblich wuchs, schrumpfte der Umsatz pro Berufsträger hingegen auf 470.302 Euro (minus 3,4 Prozent). Der personelle Ausbau hatte zudem eine höhere Kostenquote zur Folge, was erstmals seit drei Jahren den Gewinn der deutschen Praxis schmälerte.
Weltweit steigerte Mayer Brown ihren Umsatz um 9,2 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar. Wie in Deutschland stieg auch die Kostenquote der Gesamtpraxis an, allerdings deutlich moderater. Folglich stagnierte der Gewinn der Gesamtkanzlei mit knapp 326 Millionen US-Dollar ungefähr auf Vorjahresniveau. Mayer Brown expandierte 2007 auch weltweit: Sie eröffnete ein Büro in Sao Paulo und gab für Anfang 2008 die Großfusion mit Johnson Stokes & Master in Asien bekannt.
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