Finanzkennzahlen

Umsatz hoch, Produktivität runter bei Allen & Overy

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  • JUVE

Allen & Overy festigt ihren Platz in den Top-10 der umsatzstärksten deutschen Kanzleien. Sie steigerte ihre Einnahmen im Geschäftsjahr 2012/13 um 4,4 Prozent. Damit wuchs sie hierzulande deutlich stärker als weltweit, wo sie nur auf ein Plus von 0,6 Prozent (auf insgesamt 1,41 Milliarden Euro) kam. Allerdings hielt der Umsatz pro Berufsträger dem deutschen Ausbaukurs nicht stand.

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Allen & Overy festigt ihren Platz in den Top-10 der umsatzstärksten deutschen Kanzleien. Sie steigerte ihre Einnahmen im Geschäftsjahr 2012/13 um 4,4 Prozent. Damit wuchs sie hierzulande deutlich stärker als weltweit, wo sie nur auf ein Plus von 0,6 Prozent (auf insgesamt 1,41 Milliarden Euro) kam. Allerdings hielt der Umsatz pro Berufsträger dem deutschen Ausbaukurs nicht stand.

Gottfried Breuninger
Gottfried Breuninger

Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete die von Dr. Gottfried Breuninger und Dr. Neil Weiand geführte deutsche Praxis 118 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um rund 4,4 Prozent bedeutet. Damit bleibt die Kanzlei hierzulande im zweiten Jahr in Folge im Plus. Wesentliche Umsatztreiber waren zum einen traditionell Bank- und Finanzrecht, daneben Transaktionen (insbesondere im Private-Equity-Umfeld) und Compliance (vor allem steuerbezogen). Zum anderen lieferte das neu hinzugekommene Arbeitsrecht sein erstes volles Geschäftsjahr ab. Der Zuwachs fiel dennoch nicht so hoch aus wie im Vorjahr, als die Kanzlei 12,7 Prozent mehr umsetzte.

Im internen Vergleich hat sich Deutschland in den vergangenen Jahren zur zweitgrößten Jurisdiktion nach Großbritannien gemausert – sowohl im Hinblick auf Berufsträgerzahl als auch auf den Umsatz. Ebenfalls sehr stark sind immer die Präsenzen in den USA und Niederlanden gewesen. Neben Deutschland gehören der Nahe Osten und Japan zu den aufstrebenden Einheiten.

Die Berufsträgerzahl in Deutschland hat Allen & Overy bis zum vorvergangenen Geschäftsjahr durch Quereinsteiger deutlich erhöht. Damals lag sie dann bei 175 Berufsträgern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es durchschnittlich 185 Berufsträger (plus 5,7 Prozent). Die Partnerzahl blieb mit 43 – Fluktuation eingerechnet – konstant, hinzu kamen vor allem jüngere Anwälte.

Neil Weiand
Neil Weiand

Dies dürfte auch der wesentliche Grund dafür sein, dass der Umsatz pro Berufsträger (UBT) nach einem leichten Anstieg im Vorjahr nun wiederum etwas auf 638.000 Euro sank (minus 1,3 Prozent). Breuninger und Weiand selbst bewerten die finanzielle Entwicklung als insgesamt solide und entsprechend des aktuell schwierigen Marktumfelds.

Ob der UBT bereits im laufenden Jahr wieder nach oben gehen wird, ist schwer vorhersehbar. Die Voraussetzungen jedenfalls stimmen: Mit Patentrechtler Dr. Joachim Feldges (mehr…) und dem hoch angesehenen langjährigen Shearman & Sterling-Partner Dr. Hans Diekmann (mehr…) holte Allen & Overy zwei bekannte Anwälte, die erst dieses Jahr zu Buche schlagen werden. Auch der Beitrag von Öffentlichrechtler Dr. Olaf Otting wirkte sich im vergangenen Geschäftsjahr nur anteilig aus. Er kam im Herbst 2012 von Gleiss Lutz (mehr…)

Die Kanzlei hat sich zudem einige lukrative Panelplätze gesichert: Als einzige internationale Kanzlei kam sie auf das Panel des Ölkonzerns Royal Dutch Shell (mehr…), durchgesetzt hat sie sich zudem bei Bayer (mehr…) und Novartis (mehr…).

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