In Würzburg und Schweinfurt gehören Fraas und sein Kollege Frank Hanselmann zu den am meisten bestellten Insolvenzverwaltern. „Neben der erfolgreichen Insolvenzverwaltung stand die klassische Mandatsarbeit immer etwas im Hintergrund“, so Fraas. „Mit der Neuausrichtung wollen wir dafür sorgen, dass das Wissen aus den Insolvenzverfahren zum Beispiel auch für die Insolvenzvermeidung genutzt wird.“
Die BFP-Mannschaft umfasst zur Zeit 17 Berufsträger, ein gezieltes Wachstum haben die Partner bereits ins Auge gefasst. Weitere Standorte sind allerdings vorerst nicht geplant. Frank Hanselmann ist zur Zeit mit der Insolvenz des Pharmaunternehmens TeGenero AG befasst. TeGenero war im März 2006 in die Schlagzeilen geraten, als bei einem in London durchgeführten Wirkstofftest sechs Probanden erkrankten.
Die Würzburger Firma konnte im Dezember verkauft werden. Hans-Peter Burghardt von LTS Dr. Besche in Herford ist Insolvenzverwalter um die Hucke AG aus Lübbecke. Das Modeunternehmen mit rund 500 Mitarbeitern strebt eine Sanierung in Eigenverwaltung an. Vorstand Gerd Eversheim legte laut Presseberichten mit dem
Insolvenzantrag beim Amtsgericht Bielefeld einen Insolvenz- und Sanierungsplan vor, der von Dr. Wiengarten Dr. Kreuznacht & Partner in Münster in Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Kanzlei BBORS erstellt wurde. Die unmittelbare Liquiditätskrise konnte dem Vernehmen nach noch vor Weihnachten 2006 entschärft werden, da die Heller-Bank Mainz einen Kredit von 15 Millionen Euro bewilligte.