Lessings bisherige Kanzlei wird mit knapp zehn Berufsträgern die Insolvenzverwaltung unter der Marke Arcus fortführen, die anwaltliche Beratung unter Trebing & Bert. In Hessen war Lessing Trebing Bert vor allem mit Bestellungen am Insolvenzgericht Frankfurt eine der Top-Ten-Verwalterkanzleien. Sie war ursprünglich vorrangig in Darmstadt angesiedelt, hatte ihre Schwerpunkte aber vor einigen Jahren nach Mannheim und Frankfurt verlagert. Die größte Medienaufmerksamkeit hatte Lessing 2011 als Verwalter des Eichborn-Verlags erfahren.
Lessing wird weiterhin parallel als Verwalter und Berater arbeiten. Lessing sagte, er habe in seiner neuen Kanzlei die „optimale Plattform“ für die Weiterentwicklung seines Mandatsgeschäfts gefunden: „Durch das Zusammenspiel von Rechtsanwälten, Unternehmensberatern und meinem Know-how als Insolvenzverwalter wird Buse Heberer Fromm zudem den kompletten Leistungsbedarf bei Unternehmenskrisen abdecken.“ Mit Lessing wechseln zwei weitere Anwälte und ein Mitarbeiterstab für die Abwicklung von Insolvenzverfahren zu Buse. Der Verwaltungzweig wird aus formalen Gründen in einer separaten Gesellschaft angesiedelt.
Buse hatte im vergangenen Herbst einen auch im Sanierungsgeschäft aktiven Partner in Berlin verloren, als Prof. Dr. Peter Fissenewert zu hww (jetzt hww Hermann Wienberg Wilhelm) gewechselt war. Wechsel von Insolvenzverwaltern in klassische Kanzleien häufen sich in jüngster Zeit: In Berlin war vor einem Jahr Christian Köhler-Ma von Leonhardt zu Olswang gewechselt, zum Jahresbeginn 2015 hatte sich der langjährige Wellensiek-Partner Thomas Oberle in Mannheim SZA Schilling Zutt & Anschütz angeschlossen.