Haarmann-Insolvenzverwalter macht sich sich selbstständig
Der Hamburger Insolvenzverwalter Uwe Kassing (43) verlässt Ende Oktober Haarmann Hemmelrath: Er wird ab 1. November 2003 eine Insolvenzverwaltungs-Boutique in der Hansestadt eröffnen und will zunächst an den norddeutschen Gerichten tätig bleiben, bei denen er auch bislang schon bestellt wurde. Kassing, zuletzt Sozius (Non-Equity-Partner) bei Haarmann und seit 1999 Mitglied der Sozietät, sieht die Zukunft des Insolvenzverwaltergeschäfts in der "Insolvenzverwaltung pur", also ohne Beratung oder angeschlossene Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. "Diese Ausrichtung ist bei Haarmann Hemmelrath verständlicherweise nicht gewollt", sagte Kassing. Er plane daher zusammen mit auf Arbeitsrecht spezialisierten 40-jährigen Haarmann-Sozius Dr. Albert Nehls, eine eigene Anwaltskanzlei zu gründen. Zudem werde er eine weitere Gesellschaft für Insolvenz- und Treuhandverwaltung gründen.
Zukünftig werde die Verwaltung im Mittelpunkt seiner Tätigkeit stehen, die Kanzlei solle etwa in der Prozessführung oder beim zur Fortführung von Unternehmen erforderlichen Arbeitsrecht unterstützend eingreifen.
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