Inhouse

ProSiebenSat.1 ordnet Beraterpanel

Das Medienunternehmen ProSiebenSat.1 ordnet derzeit seinen Beraterpanel für Deutschland neu. In einer ersten Runde hat sich die Rechtsabteilung um Chefsyndikus Conrad Albert auf zehn Kanzleien festgelegt. In einer zweiten Phase werden nun die Kanzleien beziehungsweise Teams eingeladen, die bisher noch nicht für den Medienkonzern gearbeitet haben. Parallel wird die Rechtsabteilung in fast allen Rechtsbereichen Honorarverhandlungen führen, davon ausgenommen ist das Gesellschaftsrecht. Im Kreis der Ausgewählten finden sich Lovells (Marken- und Wettbewerbsrecht, Rundfunk-, Presse- und Arbeitsrecht), Nörr Stiefenhofer Lutz (Medienrecht, Arbeitsrecht, Kartellrecht), Heisse Kursawe Eversheds (Arbeitsrecht), Lorenz Seidler Gossel (Marken- und Wettbewerbsrecht), Taylor Wessing (Medienrecht), K&L Gates (Urheber- und Rundfunkrecht, Verwertungsgesellschaften), Gleiss Lutz (Kartellrecht), CMS Hasche Sigle (Immobilienrecht), Milbank Tweed Hadley & McCloy (Gesellschaftsrecht) sowie White & Case (Wirtschaftsstrafrecht).

Teilen Sie unseren Beitrag

Bis auf die Arbeits- und Kartellrechtler von Nörr waren auch in der Vergangenheit schon alle Kanzleien in derselben Konstellation für ProSiebenSat.1 tätig.

„Wie alle Unternehmen in Deutschland müssen wir uns auf die gesamtwirtschaftliche Situation einstellen. Das bedeutet, dass wir auch im Umgang mit Kanzleien auf größtmögliche Effizienz achten“, nannte Albert als Grund für die Überprüfung des externen Beraterstabs. Kontinuität sei in der Zusammenarbeit mit externen Beratern für ProSiebenSat.1 jedoch weiterhin von hohem Wert. Zum Umfang der Einsparungen wollte Albert keine Stellung nehmen.

Bei dem Panel handelt es sich jedoch nicht zwingend um eine abschließende Konstellation und auch nicht um eine ausschließliche Zusammenarbeit. ProSiebenSat.1 versteht die jetzige Auswahl eher als „preferred partnerships“.

Das Panel bezieht sich zunächst nur auf Deutschland, allerdings plant Albert auch international die Zusammenarbeit mit Kanzleien zu überprüfen.

Der TV-Konzern steuert derzeit durch wirtschaftlich schwierige Zeiten. Zuletzt hatte ProSiebenSat.1 aufgrund tiefroter Zahlen im Jahr 2008 und ungewisser Aussichten für den Fernsehwerbemarkt seine Dividende deutlich gesenkt. 2008 hat vor allem die Übernahme der europäischen Sendergruppe SBS die Gruppe in die Verlustzone geschoben. Die Übernahme wurde 2007 von KKR und Permira eingefädelt, denen die in Nordeuropa und den Benelux-Ländern tätige Gruppe gehört. Die Finanzinvestoren waren 2006 bei dem TV-Unternehmen eingestiegen.

Artikel teilen