„Ich freue mich darauf, künftig noch mehr Verantwortung tragen zu können. Gerade in der jetzigen Phase, wo der Bankenmarkt im Umbruch ist, ist der Aufbau des deutschen Rechts- und Compliancebereichs bei einer expandierenden Bank wie Rothschild besonders interessant“, sagte Stafflage.
Rothschild verstärkt derzeit ihr Engagement im deutschen Markt: Zum August wechselt der Top-Investmentbanker Martin Reitz, zuletzt Co-Chef im deutschen Investmentbanking der UBS, zu Rothschild. Mit Reitz arbeitete Stafflage in der Vergangenheit eng zusammen. Rothschild gehört zu den Investmentbanken, die anerkannte Spezialabteilungen für Insolvenz- und Sanierungsfälle betreiben, unter anderem wickelt die Bank den Verkauf der Kaufhauskette Woolworth ab. Der Restrukturierungsmarkt wächst derzeit stark, durch die Rezession ist der Firmenwert vieler Unternehmen deutlich gesunken. Branchenkenner gehen davon aus, dass deutsche Unternehmen in den kommenden Jahren zwischen 500 und 600 Milliarden Euro refinanzieren müssen.
Personell profitiert Rothschild – wie auch andere kleinere spezialisierte Banken – derzeit davon, dass viele Banker die großen Wettbewerber verlassen. Verglichen damit sind die Rechtsabteilungen in ihrer personellen Größe deutlich geringer betroffen. Bei der UBS wird Eyke Grüning die Position Stafflages übernehmen. Grüning verantwortet derzeit die rechtliche Begleitung von strukturierten Produkten. Hinzugeholt werden soll zudem ein jüngerer Berufsträger. (René Bender)