Wo Barth künftig tätig sein wird, ist noch nicht bekannt, er wird seinem Nachfolger aber noch für eine Übergangszeit beratend zur Seite stehen. Konzernkreisen zufolge dürfte es ihn wieder zurück in die Automobilindustrie ziehen.
Barth war ab 1999 zunächst als Experte für Korruptions- und Betrugsfälle für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Arthur Andersen und Deloitte tätig und wechselte 2008 zum Daimler-Konzern, wo er bis Ende 2010 die Innenrevision leitete. Anschließend richtete er als Chief Compliance Officer die Compliance-Abteilung des Autobauers organisatorisch und inhaltlich neu aus. Ende 2013 verließ er Daimler und heuerte nach einem einjährigen Sabbatical Anfang 2015 als Compliance-Chef und Geldwäschebeauftragter bei der Commerzbank an.
Sein Nachfolger Barthel ist bereits seit 2005 für die Bank tätig und kam seinerzeit von Hengeler Mueller, wo er die ersten drei Jahre seiner Karriere verbrachte. Nach seinem Wechsel arbeitete er zunächst bis 2009 in der Rechtsabteilung, anschließend verantwortete er im Rechtsteam die Sparte für strukturierte Finanzierungen. 2012 ging er in die USA und ist seither Rechtschef für Nordamerika. Wer seinen dortigen Posten übernimmt, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.
Erst kürzlich hatte die Commerzbank Compliance-Themen intern noch mehr Gewicht verliehen: Vor gut einer Woche gab sie bekannt, ein Vorstandsressort für Compliance, Personal und Recht einzurichten. Der Zuschnitt des Ressorts ist in dieser Form, soweit bekannt, eine Premiere hierzulande. Verantworten soll den Posten künftig Bettina Orlopp. (René Bender)