Insolvenzkanzlei Lieser, Rombach & Kollegen getrennt

Lieser, Rombach & Kollegen, eine der 15 meistbeschäftigten Insolvenzverwalterpraxen Deutschlands, hat sich in zwei Teile gespalten. Am Stammsitz in Koblenz macht das Team um den 38-jährigen Jens Lieser und seinen Vater, den Gründer der Kanzlei, Albert Lieser (66) in eigenem Büro weiter. In Erfurt setzt Rolf Rombach (50) seine Arbeit in kleinerer Konstellation fort. Seit Anfang des Jahres firmiert man in Koblenz unter Lieser Rechtsanwälte. Die Praxis, eine der dominierenden Insolvenz-Größen in Rheinland-Pfalz, ist seit rund 40 Jahren vor Ort tätig. Jens Lieser gehörte 2003 laut Statistik des Branchenverlags 'rws' mit 41 Unternehmensinsolvenzen zu den 50 führenden Verwaltern hierzulande. Er wird unter anderem in Koblenz, Montabaur und Neuwied bestellt. Liesers zuletzt größtes Verfahren war im Oktober 2003 die Bestellung zum Verwalter der Leininger Textil GmbH (Neuwied) mit ehemals mehr als 100 Arbeitnehmern bei einem Jahresumsatz von 10 Millionen Euro.

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Liesers Erfurter Ex-Partner Rolf Rombach war vor rund eineinhalb Jahren als Verwalter der Mühl AG, des ehemals größten Baubetriebes Ostdeutschlands, bundesweit in den Schlagzeilen (JUVE Rechtsmarkt 05/2002). Auch er gehörte mit 43 Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2003 zu den Top-50 Verwaltern in Deutschland. Rombach führt das Büro, das er 1991 von Koblenz aus kommend aufbaute, mit seinem bisherigen Erfurter Kollegen Winfried Steinfeld (40) unter dem Namen Rombach & Steinfeld weiter. Gleichzeitig schied zum Jahresanfang der dritte Erfurter Anwalt Uwe Mähler aus.

Zu den Gründen der Trennung von Lieser, Rombach & Kollegen hielt man sich bedeckt. „Die räumliche Distanz war zu groß. Zudem arbeiteten die beiden Büros immer schon autark“, sagte Jens Lieser gegenüber JUVE. Ähnlich Rombach: „Die Trennung war freundschaftlich. Wir haben uns einfach auseinandergelebt.“

Angesichts der Zukunftsaussichten in Erfurt bleibt Rombach unterdessen gelassen. Ob sich der Rückgang von Unternehmens-Insolvenzen in Ostdeutschland auf das zukünftige Tätigkeitsfeld von Rombach & Steinfeld in Erfurt auswirken wird, sei fraglich. Rombach versicherte, er wolle sich in jedem Fall als Verwalter weiter auf Thüringen beschränken. (Jörn Poppelbaum)

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