JUVE spricht mit…Dr. Klaus Leuthe von Sonntag & Partner

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Dr. Klaus Leuthe (46) ist Teil des vierköpfigen Management-Teams von Sonntag & Partner. Er spricht über das ehrgeizige "Projekt Exzellent": ein selbst verordnetes Programm, das Sonntag bis 2013 zur mittelständischen Top-Kanzlei aus Bayern machen soll. @JUVE: Besseres Cross-Selling, 12 Prozent jährliches Umsatzwachstum bei gleicher Effizienz und den besten Nachwuchs akquirieren - das sind hohe Ziele angesichts der Rezession. Wie wollen Sie das erreichen?

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Klaus Leuthe: Wir gehen das Projekt ganz bewusst in schwierigen Zeiten an. Manche bauen jetzt Mauern, wir bauen Windmühlen. Für eine Kanzlei mit flachen Hierarchien und echter Partnerschaft ist es leichter, auf Marktveränderungen zu reagieren. Wir sind flexibler und vor allem: leidenschaftlich. Wir wollen emotional ansprechen und begeistern. Im Idealfall fragt der Mandant selbst, ob er nicht die Zusammenarbeit mit uns ausweiten kann. Zudem sind wir als MDP-Kanzlei mit eigenem Family Office – anders als unsere Wettbewerber – nicht ausschließlich auf Projekt-Geschäft fokussiert. Die Ziele sind sportlich, aber unser Umsatz ist schon 2008 entgegen dem Trend um 18 Prozent gewachsen. Diesen Rückenwind wollen wir mitnehmen, bis es dem Mittelstand wieder besser geht.

Den besten Nachwuchs wollen auch andere. Wie setzen Sie sich durch?

Ausschlaggebend sind für wirklich gute Leute nicht kurzfristige monetäre Überlegungen, sondern eine klare Perspektive. Wir wollen jungen Leuten zeigen: „Gehen Sie mit uns in Führung.“ Unsere Anwälte haben durch frühen Mandantenkontakt alle Chancen, ihr Geschäft und das der Kanzlei auszuweiten. Im Rennen um den besten Nachwuchs sehe ich uns auch nicht im Nachteil zur Konkurrenz aus München. Viele junge Partner kamen aus Großkanzleien zu uns zurück und arbeiten mal in Augsburg mal im Münchner Büro.

Auf den Mittelstand haben in diesen Zeiten aber auch Großkanzleien ein Auge geworfen.

Ja, aber unser Vorteil ist die persönliche Betreuung und die Kosteneffizienz: Der Mittelstand hat seit Jahren enge Budgets. Die sind schon länger dort, wo die Rechtsabteilungen der AGs jetzt hinkommen. Daher wird sich auch die Konzernbegleitung bei uns noch mehr ausweiten.

Können Sie das alles mit Ihren Mitarbeitern schaffen?

Wir werden uns natürlich personell erweitern. Die Leverage von etwa 1:2 und auch die Effizienz sollen sich dabei nicht verändern. Davon unabhängig verlangt das Ziel von uns allen zusätzliche Anstrengungen. Uns ist es wichtig, hierfür Begeisterung zu erzeugen und das Bild in den Köpfen zu verankern: „Wir wollen gemeinsam nach vorne.“ Hierzu haben wir alle Mitarbeiter zu einem Workshop mit Europas führendem Motivationstrainer Jörg Löhr eingeladen.

Das Gespräch führte Lars Hering.

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