JUVE spricht mit…Dr. Lutz Aderhold von Aderhold v. Dalwigk Knüppel

Dr. Lutz Aderhold ist geschäftsführender Gesellschafter von Aderhold v. Dalwigk Knüppel. Der Partner der ehemaligen Kanzlei Aulinger & Spieker schloss sich zur Gründung der überregionalen Gesellschaft zum Jahresbeginn 2000 an. Mit dem jüngsten Zugang des Teams um Prof. Dr. Otto Gassner in München ist die Kanzlei weiter auf Expansionskurs. Aufgrund des personellen Ausbaus wird Kanzleimanagement zu einem zentralen Thema.

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JUVE: Mit mehr als 60 Anwälten hat die Kanzlei eine Größe erreicht, die ein hohes Maß an Koordination fordert. Wie stellen Sie sich dieser Herausforderung?

Aderhold: Wir sind uns angesichts unseres internen und externen Wachstums bewusst, dass ein professionelles Kanzleimanagement unverzichtbar ist. Doch wir stehen hier nicht am Anfang, sondern konnten zum größten Teil auf die bewährten Strukturen der mit uns kooperierenden und deutlich größeren Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RölfsPartner zurückgreifen – und damit auch auf das dort vorhandene betriebswirtschaftliche Know-how in der Unternehmensführung. Innerhalb unserer Zusammenarbeit gibt es ohnehin schon seit längerem eine Kooperation paralleler Führungsgremien.

JUVE: Ein strafferes Management und damit häufig einhergehende Veränderungen interner Strukturen sind gerade in mittelständischen Kanzleien schwer durchzusetzen. Wie lassen sich größere Verwerfungen vermeiden?

Aderhold: Seit unserer Gründung Anfang 2000 kennen wir ein straffes Kanzleimanagement, da ein Teil der Kanzlei von RölfsPartner kam. Deshalb kommt es für unsere Partner nicht zu überraschenden Veränderungen in der Kanzleiführungsstruktur. Die wären in der Tat nur schlecht zu vermitteln. Dennoch ist uns bewusst, dass wir unsere Führungsstruktur kontinuierlich den steigenden Anforderungen anpassen müssen. Dabei ist es auch wichtig, alle Partner persönlich sowie partnerschaftlich mitzunehmen.

JUVE: Der Ausbau in München war ein Projekt, das Sie nun angegangen sind. Steht in Hamburg ein vergleichbarer Schritt bevor?

Aderhold: Wir sind sehr glücklich, mit Herrn Prof. Dr. Gassner und seinen Kollegen in München ein Team dazu gewonnen zu haben, das uns nicht nur im süddeutschen Raum, sondern praktisch bundesweit in jeder Hinsicht enorm verstärkt. Der Gewinn solch hoch qualifizierter Kollegen lässt sich leider nicht auf Knopfdruck auf andere Standorte übertragen oder entsprechend planen.

JUVE: Auch an anderen Standorten sind Partner dazu gekommen. Werden Sie noch weiter ausbauen?

Aderhold: Es ist denkbar, an allen Standorten qualifizierte Kollegen aufzunehmen, die persönlich und fachlich zu uns passen und denen der Erfolg unserer interdisziplinären Zusammenarbeit einleuchtet. Wir sind zuversichtlich, dass wir auch für andere Standorte vielleicht in gar nicht so langer Zeit weitere Partnerakquisitionen vermelden können. Jetzt schon über Einzelheiten zu reden, wäre allerdings verfrüht.

Das Gespräch führte Simone Bocksrocker.

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