JUVE spricht mit…Dr. Wolfgang Rehmann von Taylor Wessing

Auf ihrer Partnerversammlung Ende März in Cannes wählten die Partner von Taylor Wessing Dr. Wolfgang Rehmann (50) für weitere drei Jahre zum deutschen Managing Partner der Kanzlei. Ein Thema darüber hinaus ist die weitere Verzahnung der Arbeit auf internationaler Ebene.@JUVE: Herr Rehmann, was waren die Hauptentscheidungen auf der Partnerversammlung in Cannes im Hinblick auf die internationale Strategie von Taylor Wessing?

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Rehmann : Wir haben vor vier Jahren begonnen eine europäische Sozietät aufzubauen, die sich in ihrer Struktur und auch in ihrem Fokus von anderen bewusst unterscheidet. Dabei waren wir sehr erfolgreich. Wir verfolgen unsere Strategie also weiter. Wie wir dies systematisch und mit gebündelten Kräften tun können und wollen, das war Gegenstand in Cannes. Die Schaffung internationaler projektbezogener Teams und die Einführung eines internationalen Bonussystems bilden den Kern der sich daran knüpfenden Maßnahmen.

Welche konkreten Schritte sind geplant, um die internationale Zusammenarbeit noch zu fördern?

Wir werden unsere internationalen Businesslines personell wie materiell stärken. International zusammengesetzte und geführte Gruppen werden sich gerade um den weiteren Auf- und Ausbau des internationalen Geschäftes kümmern. Den Erfolg der Projekte werden wir nachhalten und im Rahmen eines internationalen Bonussystems auch belohnen. Die Teams berichten direkt an das International Board und erhalten von dort ggf. weitere Unterstützung. Begleitet werden diese Maßnahmen durch eine Ergänzung unseres Vergütungssystems, das zukünftig über einen internationalen Bonuspool, über dessen Verwendung ein internationales Gremium befindet, die Belohnung von Einzel- wie Projekterfolgen auf internationaler Ebene, in Ergänzung der bereits stattfindenden internationalen Gewinnverteilung, erlaubt.

Gibt es einen Grund dafür, dass von den acht Industry-Groups nur eine von einem Deutschen geleitet wird?

Die einzelnen Gruppen, es handelt sich übrigens um projektbezogenen Teams, die nicht unbedingt mit den Industry Groups identisch sein müssen, haben sich ihre Teamleiter selbst ausgesucht und zwar nach fachlichen wie auch persönlichen Kriterien. Ein Proporz nach Nationalität braucht es dazu nicht.

Was wollen Sie bis zum Ende Ihrer nächsten Amtszeit erreicht haben?

Ich wünsche mir, dass unsere Sozietät am Ende des nächsten Dreijahreszyklusses in zwei weiteren europäischen Ländern vertreten sein wird, wir als eine führende europäische Kanzlei in unseren Kernbereichen Gesellschaftsrecht, IP/IT/Medien und Immobilienwirtschaftsrecht wahrgenommen werden, wir weiter Fuß gefasst haben werden auf einigen Kernmärkten Asiens und des Orients und wir unsere Profitabilität in dem Maße haben weiter steigern können, wie wir dies in den letzten drei Jahren tun konnten.

Das Gespräch führte Christine Albert.

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