Restrukturierung

Kirkland-Partner schließt sich Allen & Overy an

Zu Ende Januar lässt Kirkland & Ellis in München Partner Dr. Josef Parzinger zu Allen & Overy ziehen. Der 39-jährige Spezialist für finanzielle Restrukturierungen verstärkt die deutsche und kontinentaleuropäische Praxis der britischen Kanzlei. 

Teilen Sie unseren Beitrag
Dr. Josef Parzinger

Parzinger startete seine Karriere 2014 bei Kirkland & Ellis in München. Bis zu seiner Partnerernennung Ende Oktober 2020 gehörte er zum Team um Dr. Leo Plank und Dr. Bernd Meyer-Löwy. An der Seite von Plank beriet Parzinger zum Beispiel die Inhaber vorrangiger HETA-Anleihen gegenüber den Gesellschaftern der österreichischen Krisenbank.

Bei der Restrukturierung der Autobahnbetreibergesellschaft A1 Mobil stand Parzinger in seinem Spezialbereich, der Fremdkapitalrestrukturierung, mit Davidson Kempener ebenfalls an der Seite eines Anleihegläubiger. Auf Bankenseite stand ihm und seiner Mandantin seinerzeit sein neues Team um Partner Dr. Franz-Bernhard Herding gegenüber.

Klare Wachstumsstrategie

Die Allen & Overy-Praxis verstärkt Parzinger als Equity-Partner. Mit Parzinger will die zunehmend international ausgerichteten Gruppe ihr Profil bei Gläubigern, Schuldnern, Geschäftsführern und Gesellschaftern schärfen. Vor allem bei grenzüberschreitenden Unternehmens- und Finanzrestrukturierungen sieht Allen & Overy Wachstumspotential. 

Die globale Restrukturierungspraxis von Allen & Overy umfasst in über 40 Büros mehr als 150 Berufsträger. In den vergangenen 18 Monaten verstärkte sie sich mit einem Team in Paris und einer Partnerin in New York. 

Die deutsche Praxis wuchs zuletzt Ende 2022 um Dr. Hauke Sattler, der in Hamburg von Freshfields Bruckhaus Deringer als Counsel zum Team stieß. Mit Parzinger zählt die deutsche Restrukturierungspraxis nun mehr als 20 Restrukturierungsexpertinnen und -experten, davon 11 Partner. 

Teil des Betriebsablaufs

Kirkland & Ellis kann den Weggang Parzingers verkraften. Die Partner Plank und Meyer-Löwy haben das Münchner Büro zu einer der profiliertesten Adressen im deutschen Restrukturierungsmarkt aufgebaut. Bereits 2021 hatte Dr. Wolfram Prusko die Kanzlei in Richtung Willkie Farr & Gallagher verlassen, wo er seitdem die Partnerschaft verstärkt. Auch die Nachwuchsarbeit funktioniert, wie insbesondere der Wechsel von Parzinger belegt.

Nach dem Abgang von Parzinger beraten noch neun Berufsträger zu Restrukturierungs- und Sanierungsthemen, davon vier als Partner. 

Artikel teilen

Lesen sie mehr zum Thema

Markt und Management München

Clifford schließt Private-Equity-Lücke mit Kirkland-Anwälten

Deals Niederländisches Stiftungsmodell

Gleiss-Mandantin A1 mobil hat sich neu aufgestellt