Als Berater in diesem Segment gelten Kanzleien, die ihr Geschäft zum überwiegenden Teil mit der Beratung von mittelständischen Unternehmen machen. Mit rund 316 Vollzeitäquivalenten (full time equivalent/FTE) und einem Umsatz von 149,5 Millionen Euro führt Heuking Kühn Lüer Wojtek wie im Vorjahr die Rangliste an.
Platz zwei sicherte sich Görg mit rund 266 FTE und einem Umsatz von 123,3 Millionen Euro. Auf Rang drei, mit 276 FTE und einem Umsatz von 114,5 Millionen Euro, rangiert Luther. Die Kanzlei beendet ihr Geschäftsjahr allerdings erst Ende Juni, sodass die Zahlen nicht aktuell sind. Zu den Top-5-Mittelstandsberatern Deutschlands zählen außerdem Rödl & Partner mit 106 Millionen Euro Umsatz und Beiten Burkhardt, die 97,9 Millionen Euro umsetzten.
Ein deutlicher Sprung nach vorn gelang GSK Stockmann: Die Kanzlei hat sich mit einem Umsatzplus von knapp 18 Prozent auf den achten Platz vorgekämpft (Vorjahr: Rang 10). Dies gelang ihr vor allem, aber nicht ausschließlich, über personelles Wachstum. Auch die Produktivität des Einzelnen verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr. Ein derart hohes zweistelliges Umsatzwachstum erzielten innerhalb der TOP 10 auch Heuking und PricewaterhouseCoopers Legal.
Was die Produktivität der Mittelstandsberater angeht, so setzen sich die zehn umsatzstärksten Kanzleien mit ihrem Umsatz pro Berufsträger (UBT) deutlich ab. Rein rechnerisch erwirtschaftete ein Anwalt in einer der TOP-10-Kanzleien rund 401.000 Euro. Im mittleren Umsatzsegment lag der UBT im Geschäftsjahr 2017 zwischen rund 365.000 und 386.000 Euro. Bei Kanzleien, die um die 15 Millionen Euro umsetzen, lag der UBT hingegen bei rund 344.000 Euro.
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