Konica Minolta schafft die Position des General Counsels für Europa neu. Bislang berichteten die einzelnen Rechtsbereiche eigenständig an die lokalen Geschäftsführungen. Dies wird nun bei Loosen gebündelt, der an die Geschäftsführung der europäischen Holding mit Sitz in Langenhagen bei Hannover berichtet. Dabei wird er sich neben dem operativen Geschäft auch um den Aufbau von Compliance-Strukturen und die Betreuung von M&A-Projekten kümmern. Konica Minolta ist in den drei Geschäftsbereichen optische Industrie, Medizin- und Bürotechnik aktiv, traditionell bekannt ist das Unternehmen vor allem als Kamerahersteller. Weltweit setzte Konica Minolta zuletzt 4,8 Milliarden Euro um. In Europa erwirtschaftete das Unternehmen in 26 Niederlassungen mit 6.000 Mitarbeitern rund 2 Milliarden Euro.
Loosens bisheriger Arbeitgeber Coveright hat seinen Sitz in Essen und ist auf das Imprägnieren von Dekorpapieren und Folien spezialisiert. Das Portfoliounternehmen der Deutschen Beteiligungs AG fährt sein operatives Geschäft derzeit kontinuierlich zurück. Im Zuge dessen war Loosen seit zweieinhalb Jahren als einziger Inhouse-Jurist mit dem Aufbau eines eigenen Rechtsbereichs beschäftigt. In Anbindung an die Holding-Geschäftsführung war er unter anderem mit Restrukturierungsthemen befasst und steuerte Abverkäufe. Entsprechend wird Loosens Position bei Coveright nicht mehr neu besetzt. Der Umsatz der Holding lag 2010 noch bei rund 200 Millionen Euro.
Vor seiner Zeit bei Coveright arbeitete Loosen rund drei Jahre bei dem Essener Messtechnikspezialisten Elster Group, ehemals Ruhrgas Industries. Begonnen hatte er seine Karriere als Finance-Anwalt bei Clifford Chance. Es folgten weitere Stationen bei Linklaters sowie der Deutschen Bahn, wo Loosen sein Tätigkeitsspektrum vor allem um die Corporate-Beratung erweiterte. (René Bender)