Juve Plus Ein Büro weniger

Linklaters schließt Hamburg

Linklaters schließt zum Jahresende ihr Büro in Hamburg und konzentriert sich in Deutschland auf ihre vier Standorte in Düsseldorf, Frankfurt, München und Berlin. Die Kanzlei hatte 2018 in Hamburg eröffnet. Mit zuletzt drei Partnern und sieben Associates war es das kleinste Büro im Linklaters-Netzwerk.

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Die drei Partner sind derzeit der Steuerrechtler Prof. Dr. Jens Blumenberg (64), der Transaktionsspezialist Dr. Mario Pofahl (50) und der Restrukturierer Riaz Janjuah (52). Schon länger steht fest, dass Blumenberg zum Ende des Geschäftsjahres Ende April altersbedingt aus der Partnerschaft ausscheidet. Janjuah arbeitet ohnehin bereits viel in London und Frankfurt.

Mario Pofahl

Pofahls künftiger Einsatzort steht noch nicht fest. Der M&A-Partner stand in den vergangenen Jahren am stärksten für den Ausbau und die Vernetzung in Hamburg. Dabei war er in einige große und auch regional wichtige Deals involviert: So beriet er etwa 2023 die Gremien der Hamburger Hafen und Logistik (HHLA) zum Übernahmegebot von MSC. Zuvor hatte er 2021/22 ein Team geleitet, das den chinesischen Terminalbetreiber Cosco beim Erwerb einer Minderheitsbeteiligung am Hamburger Containerterminal Tollerort von der HHLA unterstützte.

Jens Blumenberg

Linklaters hatte im Frühjahr 2018 in Hamburg eröffnet, nach JUVE-Informationen vor allem, um den renommierten Steuerrechtspartner Blumenberg in der Kanzlei zu halten. Von Beginn an betonte man aber auch die Bedeutung der Corporate-Praxis vor Ort: Aus dem Düsseldorfer Büro wechselte der erfahrene M&A-Partner Dr. Wolfgang Sturm an den neuen Standort. In der Folge unterstrich Linklaters aber vor allem mit den internen Wechseln von Pofahl 2019 aus Frankfurt und später auch Dr. Martina Farkas aus München, die während ihrer Zeit in Hamburg zur Partnerin ernannt wurde, die Corporate-Praxis.

Riaz Janjuah

2024 gewann sie zudem für ihre Restrukturierungspraxis Janjuah, der von White & Case wechselte. Doch die Zahl der Partner vor Ort blieb überschaubar: M&A-Partner Sturm schloss sich bereits 2022 als of Counsel Gleiss Lutz an, Farkas kehrte nach München zurück. Immer wieder war deshalb im Markt über die Zukunft des Büros spekuliert worden. Nun entschied sich das deutsche Management für eine Schließung:

Staffan Illert

„Unsere Strategie ist die Fokussierung auf komplexe, grenzüberschreitende Mandate. Das setzen wir immer konsequenter und erfolgreicher um. Mit der Konzentration unserer Teams und Investitionen an unseren Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München geben wir den Teams noch bessere Entwicklungsmöglichkeiten und mehr Schlagkraft, um genau diese Mandate noch besser zu beraten,“ sagte Staffan Illert. Der Düsseldorfer Corporate-Partner ist seit Mai 2025 deutscher Senior-Partner der Kanzlei. Allen Mitarbeitenden in Hamburg werde eine Position an einem dieser Standorte angeboten, teilte die Kanzlei mit. Man bleibe den Mandanten und Beziehungen in Hamburg eng verbunden.

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