Linklaters weiterhin erfolgreich

Linklaters hat ihren finanziell erfolgreichen Weg im vergangenen Geschäftsjahr fortgesetzt. Zum 30. April 2007 verbuchte die Londoner Magic-Circle-Kanzlei mit 1,66 Milliarden Euro weltweit fast soviele Einnahmen wie die größte britischen Sozietät Clifford Chance (1,77 Milliarden Euro) und rangiert nunmehr deutlich vor Freshfields Bruckhaus Deringer, die auf 1,45 Milliarden Euro kam (JUVE 07/07). Linklaters dürfte nach Berechnungen der englischen Anwaltspresse Clifford Chance als größte Kanzlei bald ablösen: In den vergangenen drei Jahren habe sie ihren Umsatz um knapp 56 Prozent gesteigert, während Clifford im gleichen Zeitraum nur ein Wachstum von knapp 26 Prozent aufweisen kann.

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Mit Erschrecken verfolgen die Wettbewerber aber vor allem die Profitabilitätssteigerungen (PEP – Profit per Equity Partner), die Linklaters unter dem seit knapp zehn Jahren amtierenden Managing Partner Tony Angel erreicht hat.

Nach Kanzleiangaben verdiente jeder Equity-Partner im Schnitt zuletzt 1,91 Millionen Euro gegenüber 1,49 Millionen Euro bei Clifford und 1,51 Millionen Euro bei Freshfields.

Allerdings hat der PEP bei Linklaters einen kleinen Schönheitsfehler: Mindestens in fünf Ländern verfügen die Equity-Partner nicht über die gleiche volle Punktzahl wie die Partner in London.

So erhält beispielsweise ein deutscher Equity-Partner auf demselben Lockstep-Niveau wie sein englischer Kollege aus dem Kanzleigewinn im direkten Vergleich nur das 0,7-fache. Die Partner mit einer solch reduzierten Beteiligung verdienten demnach durchschnittlich 1,3 Millionen Euro.

Behandelte man alle Partner weltweit rechnerisch gleich, würde dies dementsprechend den PEP-Wert bei Linklaters ein wenig trüben – dennoch hätte die Kanzlei mit durchschnittlich 1,71 Millionen Euro gegenüber Freshfields und Clifford immer noch die Nase vorn. (Jörn Poppelbaum)

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