Mit Erschrecken verfolgen die Wettbewerber aber vor allem die Profitabilitätssteigerungen (PEP – Profit per Equity Partner), die Linklaters unter dem seit knapp zehn Jahren amtierenden Managing Partner Tony Angel erreicht hat.
Nach Kanzleiangaben verdiente jeder Equity-Partner im Schnitt zuletzt 1,91 Millionen Euro gegenüber 1,49 Millionen Euro bei Clifford und 1,51 Millionen Euro bei Freshfields.
Allerdings hat der PEP bei Linklaters einen kleinen Schönheitsfehler: Mindestens in fünf Ländern verfügen die Equity-Partner nicht über die gleiche volle Punktzahl wie die Partner in London.
So erhält beispielsweise ein deutscher Equity-Partner auf demselben Lockstep-Niveau wie sein englischer Kollege aus dem Kanzleigewinn im direkten Vergleich nur das 0,7-fache. Die Partner mit einer solch reduzierten Beteiligung verdienten demnach durchschnittlich 1,3 Millionen Euro.
Behandelte man alle Partner weltweit rechnerisch gleich, würde dies dementsprechend den PEP-Wert bei Linklaters ein wenig trüben – dennoch hätte die Kanzlei mit durchschnittlich 1,71 Millionen Euro gegenüber Freshfields und Clifford immer noch die Nase vorn. (Jörn Poppelbaum)