Luther Menold setzt auf deutliche Integration bei Ernst & Young
Auf ihrer gestrigen Versammlung in Frankfurt haben sich die Luther Menold-Partner mit breiter Mehrheit für eine starke Integration in die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young entschieden. Damit reagiert die Kanzlei auf die seit Monaten bestehende Unsicherheit über ihre zukünftige Ausrichtung, die in Folge des amerikanischen Sarbanes-Oxley-Acts entstanden war. Kurz vor der Partnersitzung wurden mehrere weitere Partnerverluste bei Luther Menold bekannt, zudem macht sich das Bochumer Büro selbstständig.Für Luther Menold bedeutet die nun beschlossene klare Anbindung an die WP-Gesellschaft eine Zäsur. Denn insbesondere der Kanzlei-Vorläufer Menold & Aulinger hatte stets auf die Unabhängigkeit von Ernst & Young Wert gelegt und sah sich nur als Kooperationspartner. Erst vor rund einem Jahr hat man sich im Zuge der Fusion mit Andersen Luther, dem Rechtsberatungsarm der untergegangenen WP-Gesellschaft Arthur Andersen, stärker an Ernst & Young angenähert.
Die nun getroffene Entscheidung bedeutet nach den Worten eines Partners die „Aufgabe unserer Independence“, ein anderer sieht die Anwälte gar als zukünftig nur als „Stabsabteilung Recht“ von Ernst & Young in Deutschland. Dies sei jedoch Teil der neuen Gesamtstrategie der WP-Gesellschaft, die mehreren Quellen zufolge auf diesen Schritt gedrängt hatte.
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