M&A

Anhaltender Hochbetrieb sorgt für neue Player im Kanzleimarkt

2018 war erneut ein gutes M&A-Jahr, gemessen an Anzahl und Gesamtvolumen der Transaktionen. Zwei Trends zeichnen sich dabei ab: Deutsche Anwälte beraten immer selbstverständlicher bei grenzüberschreitenden Transaktionen. Bei den Marktführern gilt das sogar bei Deals, die kaum Berührungspunkte zum heimischen Markt haben. Die lebhafte Dealkonjunktur hat es aber auch einigen Herausforderern ermöglicht, näher an die etablierte Marktspitze heranzurücken.

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Die Marktführerschaft der drei Kanzleien Freshfields Bruckhaus Deringer, Linklaters und Hengeler Mueller ist weiterhin deutlich, auch wenn sich die Strategien ihrer M&A-Praxen erheblich unterscheiden. So hat sich Freshfields in den vergangenen Jahren stark auf grenzüberschreitende, komplexe Transaktionen konzentriert. Einzelne Partner entwickelten sich zu europäischen Beratern für spezifische Branchen. Linklaters setzte hingegen fast alles daran, Mandanten in der deutschen Industrie zu gewinnen und zu halten – ein bemerkenswerter Strategieschwenk einer Kanzlei, die noch vor 15 Jahren zum großen Teil ausländische Investoren beriet. Hengeler Mueller hat im Vergleich die mit Abstand größte und vielfältigste Praxis und kann so die Strategien der beiden Wettbewerber parallel verfolgen. Vor allem Düsseldorfer Partner stehen an der Seite deutscher Konzerne, während sich Frankfurter Partner eher dem internationalen Inbound-Geschäft verschreiben. Auch Clifford Chance und Gleiss Lutz gehören zum Kreis der fünf führenden Kanzleien.

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