MDP-Markt

Warth & Klein gründet eigene Anwaltsgesellschaft

Die Prüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton setzt nun auch auf eigenständige Rechtsberatung – wenn auch nur in kleinem Rahmen. Zum Juli gründete sie die WKGT Rechtsanwaltsgesellschaft in München.

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Das Büro speist sich aus Anwälten, die Warth & Klein im Zuge der Übernahme des Münchner Büros des WP-Wettbewerbers Susat an Bord genommen hat (mehr…). Bei WKGT in München arbeiten zunächst sieben Juristen, hinzu kommen vier in Düsseldorf.

WKGT ist allerdings bereits die zweite Anwaltssozietät, die in diesem Jahr bei Warth & Klein andockt. Bereits seit Januar ist die Kanzlei Hochhäusler Duwe & Partner im Zuge der Beteiligung von Warth & Klein an der Treuhand Oldenburg mit der WP-Firma verbunden.

Warth & Klein Grant Thornton, die sich lange bewusst gegen einen eigenständigen Rechtsberatungsarm entschieden hatte, sieht in dem Feld nun „eine konsequente Erweiterung unseres in den vergangenen zwölf Monaten stark vergrößerten Dienstleistungsangebotes“, so das Düsseldorfer Vorstandsmitglied Michael Häger. Warth & Klein war erst jüngst dem internationalen Wirtschaftsprüferverbund Grant Thornton exklusiv beigetreten.

Laut Häger will Warth & Klein mit dem Schritt ihren Mandanten vor allem die steuerliche Strukturierung und spätere rechtliche Umsetzung aus einer Hand ermöglichen. „Gleichzeitig werden wir weiter mit unserem etablierten Netz von Anwaltskanzleien zusammenarbeiten“, sagte Häger. „Der Multiplikatoreneffekt dieser Verbindungen ist auch für unser Wachstum nicht zu verachten.“

Trend ungebrochen

Der Trend zur Gründung und Ausweitung von Rechtsberatungsgeschäft hat die mittelgroßen Prüfungsunternehmen in der Liga unter den Big Four KPMG, PwC, Ernst & Young und Deloitte seit einiger Zeit erfasst. Bedeutend war insofern etwa die Fusion der drei multidisziplinären Gesellschaften BFJM Bachem Fervers Janssen aus Köln, Ebner Stolz & Partner aus Stuttgart sowie Mönning & Partner aus Hamburg (mehr…). Für Aufsehen sorgte zuletzt auch der Anschluss der Münchner Kanzlei RP Richter an die Rölfs-Gruppe (mehr…).

Doch auch die Big Four selbst geben sich seit einigen Jahren höchst aktiv beim Auf- und Ausbau von eigenen Anwaltskanzleien. So zählt PwC Legal mittlerweile mehr als 150 Anwälte, KPMG Law folgt mit über 130 Anwälten. (Jörn Poppelbaum)

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