Der Umsatz pro Berufsträger (UBT) stieg im Vergleich zum Umsatz nur um acht Prozent und liegt damit bei 356.000 Euro. Allerdings erhöhte sich die Zahl der Berufsträger auch wieder deutlich: Arbeiteten im Vorjahr noch 56 Vollzeit-Berufsträger (FTE) in der deutschen Praxis, stieg deren Zahl im Geschäftsjahr 2013/14 auf 70.
Mit der starken Umsatzsteigerung übertraf Watson Farley ihre eigenen Vorgaben deutlich, für die deutsche Praxis war ursprünglich ein Wachstum von 23 Prozent budgetiert. Die Gründe dafür dürften vor allem in einem sehr verteilten Wachstum über die verschiedenen Rechtsbereiche liegen, die Kanzlei hat einige Geschäftsfelder in den vergangenen Jahren neu aufgebaut. So kam etwa mit der Eröffnung in Frankfurt eine Praxis im Öffentlichen Recht dazu, daneben gibt es mittlerweile allein sieben Berufsträger im Arbeitsrecht. Mit dem Zugang des Hamburger Partners Axel Löhde kam zudem eine Prozesspraxis sowie die Betreuung von Familiengesellschaften hinzu.
Doch vor allem die M&A- und Private-Equity-Praxis sowie die Finanzierungsarbeit in den Branchen Schifffahrt und Energie sorgten für einen Schub. So gelang es der Kanzlei die Auslastungsrate über das Geschäftsjahr bei 80 Prozent zu halten, weltweit kam sie nur auf 75 Prozent.
„Wir haben unsere Umsätze seit dem Geschäftsjahr 2009/2010 nun weit mehr als verdoppelt und werden diese Strategie eines nachhaltigen Wachstums auch künftig weiter fortführen“, sagte der Hamburger Partner Dr. Marcus Bechtel, der die deutsche Praxis seit der Ernennung Lothar Wegeners zu einem der beiden weltweiten Managing-Partner leitet.