Expansionskurs

Neue Partner und mehr Umsatz für Watson Farley

Bewegung bei Watson Farley & Williams: Die Kanzlei nimmt in München und Frankfurt je einen Quereinsteiger als Partner auf, ein Münchner Consultant wechselte hingegen in die Münchner Beratungsgesellschaft Zitzelsberger & Partner. Gleichzeitig gab Watson Farley die Umsatzzahlen der deutschen Praxis bekannt.

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Torsten Rosenboom
Torsten Rosenboom

Neuer Partner in München ist seit Juli Nikolaus Holzinger (43). Der Immobilienrechtler war zuletzt als Senior Inhouse Counsel bei dem Grünwalder Fondshaus KGAL tätig, das seit rund zwei Jahren im Infrastrukturbereich zu den Mandanten von Watson Farley zählt. Holzinger ist auf die Begleitung von Immobilientransaktionen und die Strukturierung von Immobilieninvestments spezialisiert.

Mit Dr. Andreas Oldenbourg (61) hat dagegen der ehemalige Namenspartner des Münchner Büros die Kanzlei verlassen. Vor fünf Jahren hatte sich die Private-Equity-Boutique Oldenbourg Plus Watson Farley angeschlossen (mehr…). Der frühere Haarmann-Hemmelrath-Partner war seit der damaligen Fusion als Senior Consultant für die britische Kanzlei tätig. Bei Zitzelsberger ist er seit Anfang Juli.

Das Münchner Büro zählt mit Holzinger 13 Berufsträger, darunter sind sieben Partner. Künftig steht nun vor allem das Wachstum mit Associates auf dem Programm.

Zweiter Partner für Frankfurt

Das junge Frankfurter Büro verstärkt sich derweil zum August mit Dr. Torsten Rosenboom. Der 37-jährige Gesellschaftsrechts- und M&A-Spezialist hat seine berufliche Laufbahn 2005 bei Linklaters begonnen und war Ende 2011 als Counsel zu der Steuer- und Investmentboutique Berger Steck & Kollegen gewechselt (mehr…). Diese verließ er aber nach nur einem knappen Jahr wieder und machte sich zunächst unter eigenem Namen selbstständig. Da er aber große Unternehmen zu seinen Mandanten zählt, suchte er nun wieder den Anschluss an eine internationale Plattform.

Das Frankfurter Watson Farley-Büro wurde erst zum Januar mit der Öffentlichrechtlerin Dr. Ivana Mikešić eröffnet (mehr…). Mikešić kam von Salans (heute Dentons) und war davor bei Linklaters. Aus dieser Zeit kannte sie auch Rosenboom. Nun wird der Corporate-Spezialist neben ihr der zweite Partner am Main.

Umsatz leicht nach oben, Produktivität fällt

Ende April schloss Watson Farley ihr Geschäftsjahr ab. Die Umsatzsteigerung der deutschen Büros fiel deutlich geringer aus als in den beiden Vorjahren, in denen Watson Farley jeweils rund 25 Prozent mehr Umsatz vermeldete (mehr…). Mit einem Plus von 4,3 Prozent lag die deutsche Praxis aber leicht über der internationalen Steigerungsrate. Kanzleiweit setzte Watson Farley umgerechnet 121 Millionen Euro um.

Einbußen musste Watson Farley dagegen beim Umsatz pro Berufsträger (UBT) hinnehmen: Dieser sank von 385.000 Euro im Vorjahr auf 330.000 Euro. Diese Entwicklung ist allerdings dem sehr starken Personalwachstum der Kanzlei geschuldet. Zum Ende des Geschäftsjahres arbeiteten 65 Berufsträger in den deutschen Büros, in Full Time Equivalents waren es 56 und damit zehn mehr als im Vorjahr. In den Berichtszeitraum fiel unter anderem die Eröffnung des Frankfurter Büros.

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