„Wir sind mit unserer Mandantenstruktur an unsere Kapazitätsgrenzen gestoßen“, sagte Fink. „Insbesondere brauchen wir beide Kollegen, die im jeweils gleichen Rechtsgebiet tätig sind, um umfangreiche Mandate optimal bedienen zu können.“
Fink war seit Mitte 2006 selbstständig, zuvor war er seit 2002 bei Heuking Kühn Lüer Wojtek (JUVE 12/07) und hatte seine Anwaltslaufbahn 1999 bei Bongen Renaud & Partner in Stuttgart angefangen. Bei Acuris trifft der Kapital- und Personengesellschaftsrechtler mit Branchenfokus auf Ärzten und Kliniken auf drei weitere Gesellschaftsrechler.
Dr. Hubert Krieger, Dr. Anja Nöth und Dr. Dirk Stahlberg hatten sich 2002 von Arcon Schmidt-Sibeth Heisse Weisskopf Kursawe, aus der inzwischen diverse Münchner Kanzleien entstanden sind, herausgelöst. Neben den Gesellschaftsrechtlern ist bei Acuris der Arbeitsrechtler Dr. Gerd Müller-Volbehr tätig, der ebenfalls seit dem Start der Kanzlei dabei ist.
Schon in der Vergangenheit waren Acuris und Fink sich in Mandaten für verschiedene Parteien begegnet und hatten sich in Konfliktfällen gegenseitig empfohlen. Für Acuris, die neben kleineren Transaktionen einen Fokus auf laufende gesellschaftsrechtliche Beratung hat, ist der Zugang von Fink eine günstige Verbreiterung der Partnerebene.
Allerdings ist ihr damit noch immer keine Veränderung der Leverage gelungen – die liegt weiterhin bei Null. Die Kanzlei, die unter anderem den IT-Sicherheitsspezialisten Articon und das Medizintechnikunternehmen Dr. Hönle betreut, konkurriert im beliebten Münchner Markt mit den Großkanzleien um Associates und konnte in der Vergangenheit nicht punkten.
Der Altenburg-Quereinsteiger Schmädicke war wie sein künftiger Partner Altenburg ebenfalls zuvor bei Heuking, wo sie einige Jahre zusammengearbeitet hatten.
„Für mich ist eine Fachanwaltsboutique das Optimum sowohl für die Betreuung als auch die Akquise“, sagt Schmädicke. Die junge Arbeitsrechtsboutique visiert unterdessen weiteren personellen Ausbau an.
Erstmals veröffentlicht auf www.juve.de am 9. Februar 2009