Tiller war in den vergangenen fünf Jahren in New York als Associate für Simpson Thacher tätig und arbeitete an einer Reihe hochkarätiger Transaktionen. So beriet er etwa 2007 die Stammmandantin KKR im Team mit dem Private-Equity-Guru David Sorkin bei der Übernahme des Energiekonzerns TXU, dem bislang größten Leveraged-Buy-out-Deal im US-Markt. Dr. Wolf-Dieter von Gronau, Münchner Partner bei Sernetz Schäfer, sagte: „Wir freuen uns sehr über den Wechsel von Dr. Tiller. Er ergänzt unsere Gesellschaftsrechtspraxis ideal und wird zum weiteren Ausbau des internationalen Geschäfts beitragen.“
Anders als viele deutsche Juristen, die bei ihrer Rückkehr aus New York in der Vergangenheit zu größeren Transaktionskanzleien gewechselt sind, suchte Tiller eine andere Arbeitsumgebung: „Sernetz Schäfer hat eine sehr prominente Rolle im Zuge der Banken- und Finanzkrise gespielt und damit im deutschen wie internationalen Markt große Beachtung gefunden“, sagte Tiller. „Die Kanzlei hat sich – das konnte ich von New York aus verfolgen – über die letzten Jahre einen exzellenten Ruf im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts erworben. In einer kleineren Einheit wie Sernetz Schäfer sehe ich die Möglichkeit, mit einem großem Maß an unternehmerischer Freiheit die bestehende Praxis der Kanzlei mitzuentwickeln und – mit meiner in New York erworbenen Expertise – weiter auszubauen.“
Sernetz Schäfer, die auch in Düsseldorf und Frankfurt präsent ist, setzt ihren stetigen Ausbau in ihrem größten Büro mit dem Zugang weiter fort. Bereits im vergangenen Jahr wechselte in München der Litigation- und Corporate-Spezialist Dr. Ferdinand Kruis von Linklaters (mehr…), 2008 war der Gesellschaftsrechtler Dr. Andreas Höder von Gleiss Lutz gekommen. Insgesamt zählt das Büro in der bayrischen Landeshauptstadt nun gut zehn Anwälte.
Vor allem im Bankenumfeld hat sich die Sozietät einen Namen gemacht. So zählt sie die schwer kriselnde Hypo Real Estate zu ihren Mandanten und beriet neben Shearman & Sterling und Linklaters beispielsweise Ende 2008 beim Rettungspaket für den Immobilienfinanzierer (mehr…) und auch bei mehreren Prozessen sowie bei einem Vergleich mit den Anlegern der VIP 3- und VIP 4-Medienfonds. Ebenso betreute sie die Deutsche Bank beim Streit mit Leo Kirch (mehr…). (Aled Griffiths)