Henle scheidet infolge einer individuellen Altersvereinbarung bei Skadden aus, so die Kanzlei. Zu Skadden war Henle Anfang 2005 gekommen. Er wechselte damals in einem größeren Team von Baker & McKenzie. In den folgenden Jahren spielte Henle eine wichtige Rolle beim Aufbau der hiesigen Private-Equity-Praxis. Unter anderem begleitete er Allianz Capital Partners, Axa Private Equity sowie Apax bei diversen größeren Transaktionen.
Die Private-Equity-Praxis von Skadden genießt heute großes Ansehen, ist im Vergleich zu den Marktführern aber personell deutlich kleiner. In der Praxis verbleiben mit dem Münchner Dr. Lutz Zimmer und dem Frankfurt Dr. Matthias Jaletzke zwei renommierte Partner, die von einem Team aus rund zehn weiteren Anwälten unterstützt werden.
Bei Taylor Wessing stößt Henle zu einem Team, bei dem zuletzt vor allem jüngere Partner, die von Linklaters und Hogan Lovells in Frankfurt dazugestoßen waren, das Zepter übernommen hatten. Dabei hatte es so ausgesehen, als ob sich die Sozietät wieder verstärkt auf die Arbeit an mittelgroßen Deals fokussieren wolle, nachdem sich der Zugang zu größeren Private-Equity-Deals zuvor als eher schwierig erwiesen hatte.
Mit Hilfe von Henle hat Taylor Wessing nun Größeres vor: „Wir sind der Überzeugung, dass wir mit ihm und gemeinsam mit unseren jüngeren Partnern in diesem Bereich alle Voraussetzungen geschaffen haben, um Taylor Wessing im Bereich Private Equity an die Marktspitze zu führen“, sagte Klaus Grossmann, Leiter der deutschen M&A-Gruppe bei Taylor Wessing. Bekannter als für ihre Prviate-Equity-Beratung ist die Kanzlei bislang durch die Arbeit ihrer angesehenen Praxis für Venture-Capital-Deals. Insgesamt zählt das Team nun rund 20 Anwälte, davon sind rund die Hälfte Partner. (René Bender)