Die neue Präsidentin will sich vor allem um die Anpassung des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) und die Reform des Berufsrechts bemühen.
Zu den größten Herausforderungen für die Anwaltschaft zählt ihrer Ansicht nach der Wandel des Marktes für Rechtsdienstleistungen und die Digitalisierung. Außerdem sei es wichtig, dass die RVG-Anpassung zügig komme. Auch die vom DAV angestoßene Reform des anwaltlichen Berufsrechts gehöre zu ihren ersten Zielen. Kindermanns berufliche Erfahrungen liegen neben dem Familienrecht auch im anwaltlichen Berufsrecht und im Vergütungsrecht. Sie ist seit 1992 als Rechtsanwältin zugelassen, seit 2007 auch als Notarin. Dem Präsidium des DAV gehörte sie seit 2011 an.
Kindermann folgt auf den Berliner Anwalt und Notar Schellenberg, der Anfang März nach knapp vier Jahren als Präsident des DAV zurückgetreten war. Anlass dafür seien unterschiedliche Auffassungen über Führungsfragen und den Ablauf von Entscheidungsprozessen innerhalb des DAV gewesen, hieß es.