Neuaufstellung

Hogan Lovells schafft Management-Position für Deutschland

Hogan Lovells hat einen Managing-Partner für Deutschland ernannt: Künftig übernimmt der Münchner Partner Stefan Schuppert (55) die Geschäftsführung der vier deutschen Standorte. Parallel dazu gibt es weiterhin Büroleiter in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München. Der Schritt kommt überraschend. Hogan Lovells hatte schon vor der Fusion von Hogan & Hartson und Lovells vor rund zehn Jahren keine deutsche Gesamtgeschäftsführung mehr. Es gab nur einen Managing-Partner für Kontinentaleuropa.

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Stefan Schuppert
Stefan Schuppert

Die Position des kontinentaleuropäischen Managing-Partners war in den vergangenen Jahren dreimal in Folge von einem deutschen Partner besetzt worden. Als letzter Partner hatte Dr. Burkhart Goebel, der auch im Madrider Büro arbeitet, in dieser Funktion auch die deutschen Büros geleitet. Anfang Juni wurde er darin von der Französin Marie-Aimée de Dampierre abgelöst, nachdem er die Verantwortung für die internationale IP-Praxis übernommen hatte. Seither steht erstmals kein deutscher Partner an der Spitze der kontinentaleuropäischen Büros.

Die Kanzlei begründete die Ernennung Schupperts zum Leiter der deutschen Büros mit dem starken Wachstum der Kanzlei, die damit „noch schlagkräftiger und effizienter” werden soll, so de Dampierre. Deshalb sollen die Managementstrukturen in Deutschland optimiert werden.

Gleichzeitig mit der Ernennung des IT-Experten zum Deutschland-Chef hat Hogan Lovells auch zwei neue Büroleiter eingesetzt. In München folgte der Restrukturierungspartner Heiko Tschauner (45) auf Schuppert. In Hamburg übernahm der Patentrechtler Christian Stoll (44) das Zepter von Susanne Karow. In Düsseldorf und Frankfurt leiten weiterhin Thomas Dünchheim beziehungsweise Marc Werner die Geschäfte.

Dass Hogan Lovells eine weitere Managementebene einzieht, kommt für Kanzleikenner überraschend. Bislang liefen die Geschäfte der Länder zentral über den europäischen Managing-Partner, die einzelnen Büros berichteten direkt an ihn. Schupperts neue Position ist außerdem eine deutsche Besonderheit, in anderen kontinentaleuropäischen Ländern wird es eine ähnliche Zwischenstufe nicht geben.

Das internationale Management hatte zuletzt erhebliche Anstrengungen unternommen, um die internationale Vernetzung der Praxisgruppen zu stärken und einem langen stark ausgeprägten Standortdenken in den deutschen Büros entgegenzuwirken. Auf Nachfrage von JUVE wertete die Kanzlei die neue Managementebene keineswegs als Rückfall in alte Zeiten, sondern als Fortsetzung der eingeschlagenen Strategie. „Hogan Lovells Deutschland hat in den letzten Jahren ein immenses Wachstum hingelegt, und dieses Momentum werden wir fortsetzen”, sagte Schuppert.

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