Neugründung

PWC-Partner wird Vorstand bei Beratungsgesellschaft ÖPP Deutschland

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  • JUVE

Prof. Dr. Martin Weber (49), Partner bei Pricewaterhouse Coopers (PWC), wird zum März als Vorstand in die neue Beratungsgesellschaft ÖPP Deutschland AG/Partnerschaften Deutschland wechseln.Als weiterer Vorstand steht bereits seit längerem Dr. Johannes Schuy fest. Er leitete schon die Grundsatzarbeiten zur Gründung der Partnerschaften Deutschland im Bundesfinanzministerium.

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Weber war zehn Jahre bei PWC und ist dort der verantwortliche Partner für Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP). Sein Nachfolger in dieser Position wird Hansjörg Arnold.

Weber sagte: „Ich freue mich auf die spannende Aufgabe bei der Partnerschaften Deutschland. Erstmals werden hier Impulse von Bund, Ländern und Gemeinden sowie der Privatwirtschaft gebündelt und können dadurch in konkrete Projekte einfließen. Ich bin sicher, dass wir viel bewegen werden.“

Das Finanzministerium gründete die Partnerschaften Deutschland im Dezember 2008 gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung, um den bislang eher schwachen ÖPP-Markt in Deutschland voranzutreiben. Der Anstoß zu dem Vorhaben war allerdings von der „Initiative Finanzplatz Deutschland“ (IFD) ausgegangen, einer Vereinigung der deutschen Finanzwirtschaft.

Freshfields Bruckhaus Deringer entwickelte gemeinsam mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Struktur für die Beratungsgesellschaft, nun hat ein Team um den Berliner Partner Dr. Friedrich Ludwig Hausmann den Bund auch bei der Gründung der Gesellschaft sowie bei der Ausschreibung der privaten Beteiligung beraten.

Denn die Partnerschaften Deutschland ist eine teilprivatisierte Gesellschaft: Die Gesellschafter der öffentlichen Hand – Bund, Länder und Kommunen – halten 50,1 Prozent der Anteile, Vertreter der Privatwirtschaft konnten sich über ein europaweites Vergabeverfahren an den restlichen 49,9 Prozent beteiligen. Neben Finanzdienstleistern und Bauunternehmen stand die Ausschreibung auch Planungs- und Beratungsunternehmen – und somit auch Kanzleien – offen.

Die auf Beratung im Energiebereich spezialisierte Kanzlei Becker Büttner Held erhielt den Zuschlag als „Planer und Berater, kleine und mittlere Unternehmen“. Ob sich andere Sozietäten an der Ausschreibung beteiligt haben, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.

Insgesamt verlief die Ausschreibung schleppender als geplant. So wurden nur 42 der 71 angebotenen Anteile vergeben und der Gesamterlös erreichte mit 6,9 Millionen Euro den angestrebten privaten Finanzierungsanteil von 10 Millionen Euro nicht. Das Finanzministerium bezeichnete das Ausschreibungsergebnis vor dem Hintergrund der aktuellen Kapitalmarkt- und Konjunkturkrise dennoch als „sehr zufriedenstellend“.

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