Patentrecht

Quinn Emanuel zieht es nach Berlin

Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan eröffnet im Sommer ihr fünftes deutsches Büro in Berlin. Partner vor Ort wird der deutsche Managing-Partner Dr. Marcus Grosch sein.

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Quinn Emanuel eröffnet ein Büro in Berlin. Foto: eyetronic/stock.adobe.com

Neben dem Hauptsitz in Mannheim hat Quinn Emanuel bisher Büros in Hamburg, München und Stuttgart mit insgesamt rund 50 Anwälten. Als letztes war 2017 Stuttgart hinzugekommen, wo die Kanzlei eng mit Daimler zusammenarbeitet. Europaweit ist Quinn nach der Eröffnung in Berlin mit zehn Büros vertreten. Zusätzlich zu Deutschland hat sie Standorte in Belgien, Frankreich, England und der Schweiz.

Grosch wird seine Arbeitszeit in Zukunft zwischen Berlin, Mannheim und München aufteilen. Ein Associate soll ihn nach Berlin begleiten. Langfristig will die Kanzlei in der Hauptstadt ein Team aus zehn Anwälten aufbauen. Ein Hauptziel in Berlin ist es, junge Talente zu rekrutieren. „Der Bewerbermarkt in der Bundeshauptstadt gestaltet sich aus unserer Sicht besser, weil die Dichte an Großkanzleien geringer und die an qualifizierten Absolventen tendenziell größer ist als an vergleichbaren Standorten“, sagte Grosch.

Marcus Grosch

Im vergangenen Jahr musste die Kanzlei allerdings auch Abgänge verkraften: Zum September verließ der Hamburger Partner Dr. Carsten Witzke zusammen mit Dr. Benjamin Fritz und Dr. Victor Klene die Litigation-Kanzlei. Zuvor war ebenfalls in Hamburg der Wirtschaftsstrafrechtler Dr. Volker Rosengarten zu Noerr gewechselt.

Großvolumige Prozesse im Visier

Die deutsche Praxis von Quinn Emanuel fokussiert sich auf Patentprozesse und vertritt beispielsweise BASF, Google und Qualcomm. Auch außerhalb von IP, wie im Kartell- oder Kapitalmarktrecht, führt Quinn Emanuel in der Regel großvolumige Prozesse. Ihre Mandantschaft sitzt typischerweise nicht im Osten von Deutschland, aber seit Neuestem berät die Kanzlei ein internationales Unternehmen mit einer Produktionsstätte in der Region.

Quinn Emanuel ist nicht die erste Kanzlei, die den Berliner Nachwuchsmarkt ins Visier nimmt, um Anwaltstalente anzusprechen und ihnen einen Arbeitsplatz vor Ort zu bieten. Einen ähnlichen Schritt hatte 2019 auch Hogan Lovells gemacht.


   

 

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