Wochenlang war es eines der wohl best gehüteten Geheimnisse des Rechtsmarkts, doch jetzt ist die Katze aus dem Sack: Sony und Bertelsmann verzichten bei der Fusion ihres Musikgeschäfts zu Sony BMG auf deutsche Anwälte. Bertelsmann hat Davis Polk & Wardwell in den USA mandatiert - bester Kumpel von Hengeler Mueller - und Sony hat sich hilfesuchend an die US-Kanzlei Paul, Weiss, Rifkind, Wharton & Garrison gewandt. Pech für die Corporate-Gurus in Deutschland.Zwei Meldungen zum akademischen Zweig der Juristerei wollen wir unseren Lesern nicht vorenthalten: Haarmann Hemmelrath hat jetzt einen eigenen Hörsaal. Nachdem die MDP drei Jahre lang zum Kreis der Förderer der Hamburger Bucerius Law School gehört, hat es zwar nicht zur Umbennenung der geamten Privatuni gereicht, aber doch zum "Haarmann Hemmelrath Lecture Room".
Und die Promotion lohnt sich doch. Die Wissenschaftsberatung Dr. Frank Grätz und Dr. Martin Dress GmbH hat ermittelt, dass Doktoren im Schnitt ein Fünftel mehr verdienen als ihre nicht betitelten Kollegen. Besonders lohnenswert ist die Plackerei für Juristen: 28,4 Prozent mehr Geld bekommt der Dr. jur., im Schnitt pro Jahr 67.000 Euro, im Gegensatz zum unpromovierten Kollegen. Im gesamten Arbeitsleben summiert sich der Unterschied zu einem hübschen Sümmchen von mehr als einer halben Million Euro.
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