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Wer hätte das gedacht: Sehr gute Jura-Absolventen zieht es zu einem großen Teil in den Diplomatischen Dienst. Dies ergab der ‚Absolventenbarometer 2004’ des Berliner Trendence-Instituts für Personalmarketing und des Karrierenetzwerks E-Fellows.Net. Sie befragten 774 junge oder angehende Juristen, die mit einem Notendurchschnitt von 1,55 im Abitur und mehr als neun Punkten im ersten oder zweiten Staatsexamen zu den besten ihres Fachs zählen. 39,5 Prozent der juristischen Nachwuchselite wollen eine Karriere beim Auswärigen Amt einschlagen, 26,7 Prozent wünscht sich Freshfields Bruckhaus Deringer und 18,1 Prozent Hengeler Mueller als künftigen Arbeitgeber. Dahinter folgen McKinsey und BMW. Der Wunsch sich selbstständig zu machen ist bei den „High Potenials“ dagegen verschwindend gering: nur 0,9 Prozent hat dieses Ziel.Dabei kann dieser Weg, vorausgesetzt man hat die richtige Geschäftsidee, ganz verlockend sein: Eingeschlagen haben ihn Anwalt Sven Ries – nach eigenen Angaben früher unter anderem auch bei Clifford Chance tätig – und Diplom-Kaufmann Jan Pieper. Sie haben im letzten Jahr die ‚Anwaltliche Verrechnungsstelle AG’ gegründet. Mit diesem neuen Modell wollen sie Mandantenforderungen von Anwälten gegen eine Gebühr von fünf Prozent aufkaufen. Vorteil für den Advokaten: er bekommt sofort sein Geld und muss sich nicht vor Gericht mit säumigen Zahlern herumplagen. Noch ist die Innovation juristisch umstritten; das Bundesjustizministerium prüft gegenwärtig und scheint allerdings gewillt, das neue Modell aus Bergisch-Gladbach zu ermöglichen.