Rechtsmarkt-Splitter 05/2007

Autor/en
  • JUVE

Alleine hat man´s schwerer – das gilt auch für Anwälte. Ein aktuelle Studie des Nürnberger Instituts für freie Berufe belegt: Der Einkommensunterschied zwischen Anwälten in kleineren Sozietäten und solchen in internationalen Wirtschaftskanzleien wird immer größer. So sank der durchschnittliche Gewinn der Einzelanwälte im Vergleich zu 2002 um 4,3 Prozent auf 45.000 Euro vor Steuern bei gleichzeitig steigenden persönlichen Honorarumsätzen. Grund hierfür seien vor allem die hohen Kosten für Büro, Personal und Material, so die Studie.

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Für die eigene Vermarktung geben die Anwälte vergleichsweise wenig aus, laut einer Umfrage von Triller Communication 2,2 Prozent ihres Honorarumsatzes. Dabei investieren kleinere Sozietäten mit fünf Prozent ihres Umsatzes im Verhältnis sogar mehr in ihr Marketing als die Großkanzleien (1,8 Prozent).

Applaus für eine besonders erfolgreiche Positionierung im europäischen Markt gab es kürzlich von der französischen Fachzeitschrift „Décideurs Strategie Finance Droit“. Die „Trophées du Droit et du Contentieux“ wurden europaweit in verschiedenen Kategorien an 20 Wirtschaftskanzleien vergeben, unter den Prämierten die deutschen Sozietäten Nörr Stiefenhofer Lutz, Hengeler Mueller und Gleiss Lutz.

Einen Preis überrreichen durfte der Thüringer Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel: Er zeichnete die Chefanklägerin des UN-Kriegsverbrechertribunals, Carla del Ponte, für die konsequente Aufdeckung von Verbrechen im ehemaligen Jugoslawien mit dem Wartburg-Preis aus.

Jobwechsel für Matthias Wissmann. Der Wilmer Hale-Partner ist zum neuen Präsident des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie gewählt worden. Wissmann, der unter anderem von 1993 bis 1998 Bundesverkehrsministers war, tritt seine neue Position Anfang Juni an und gibt zeitgleich sein Bundestagsmandat ab.

Die Beispiele von Volkswagen oder Siemens rücken das Thema höher auf die Agenda: Korruptionsbekämpfung in Unternehmen. Simmons & Simmons legt nun hierzu den Leitfaden „Facing up to Corruption“ vor. Für die Studie wurden 350 Unternehmen aus den USA, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Brasilien und Hongkong zu ihren Einstellungen gegenüber Korruption befragt.

Auch Lovells schreibt sich das Krisenmanagement auf die Fahnen: An der „Crisis Communication Hotline“ bieten künftig Hamburger Kommunikations- und Prozessrechtler Erste-Hilfe-Beratung, wenn die Reputation des Unternehmens unter aktuellen Krisenereignissen leidet.

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