Rechtsmarkt-Splitter 06/07

Autor/en
  • JUVE

Kein Wachstum ohne Strategie - an der hapert es jedoch in vielen deutschen Kanzleien. Nach einer Studie des Frankfurter Instituts für Angewandtes Wissensmanagement verfügen 55 Prozent der Wirtschaftskanzleien über keine klare Zukunftsstrategie für die nächsten drei bis fünf Jahre – obwohl 85 Prozent diese für besonders wichtig halten. Wunsch und Wirklichkeit klaffen vor allem bei den kleinen und mittleren Kanzleien mit weniger als 100 Berufsträgern auseinander, während sich die Großkanzleien zu 90 Prozent strategische Gedanken über die Zukunft machten. Das Thema Corporate Citizenship steht bei erfolgreichen Mittelständlern hingegen hoch im Kurs: Laut einer Ernst & Young-Studie unterstützen Wachstumsunternehmen ein breites Spektrum von Projekten. Etwa die Hälfte der Unternehmen hilft zum Beispiel weiter. Auch Kanzleien engagieren sich immer mehr:

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So hat sich das deutsche Salans-Büro verpflichtet, bei jeder Flugreise eine CO2-Abgabe an die gemeinnützige Umweltorganisation „Atmosfair“ zu zahlen, die globale Klimaschutzprojekte in Indien, Brasilien und Thailand finanziert. Morgan Lewis unterstützt im Rahmen ihres Pro-Bono-Programms jetzt die Hilfsorganisation Care International, die sich weltweit für notleidende Menschen einsetzt, mit rechtlichem Rat.

Auch Schalast & Partner kann Erfolg in einem Hilfsprojekt vermelden: Als Berater der Bundesregierung hat die Kanzlei die Ernennung der ersten Notare in der Föderation Bosnien Herzegowina begleitet. Das Projekt wurde bereits vor zehn Jahren von der Bundesregierung und der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit initiiert. Ein wichtiger Teil der Hilfe sollte die Errichtung eines korruptionsfreien

Notariats sein.

Anfang März erhielten nun die ersten 93 Notare ihre Ernennungsurkunden. „Für die Region bedeutet das einen Riesenschritt zum inneren Frieden und auf dem Weg in die Europäische Staatengemeinschaft“, sagte Projektleiter Prof. Dr. Christoph Schalast.

Die Interessen Deutschlands bei der EU wird in Zukunft Edmund Duckwitz vertreten. Der 58-jährige promovierte Jurist, derzeit Deutscher Botschafter bei der Nato in Brüssel, übernimmt zum Ende der deutschen EU-Ratspräsidentschaft das höchste Amt in der ständigen Vertretung bei der EU.

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