„The Lawyer“ berichtet, dass die Pläne Mitte Februar endgültig verabschiedet werden sollen, derzeit seien Managing Partner Simon Davies und Senior Partner David Cheyne noch mitten in der Detailarbeit.
Beobachter in Deutschland gehen davon aus, dass in London ein Schwerpunkt der Restrukturierung liegen werde: „Das Büro ist sehr stark auf die Bankenberatung fokussiert, insofern liegt das in der jetzigen Finanzkrise nahe.“ Dagegen seien in Deutschland die Auswirkungen wohl eher gering, denn hier habe sich die Kanzlei in den vergangenen Jahren fokussiert und entsprechend verschlankt.
Tatsächlich ist es hierzulande bei Linklaters seit Ende der 1990er Jahre immer wieder zu einschneidenden Veränderungen gekommen, zuletzt Ende 2007 als sich die Kanzlei von ihrem langjährigen Kölner Stammsitz getrennt hatte (Trennung in großem Stil).
Auf Basis der genannten Zahlen verkleinert sich die Partnerschaft um etwa zehn Prozent. Sie zählt derzeit knapp 500 Equity-Partner.
Hintergrund der Verkleinerung der Sozietät dürfte neben der Finanzkrise die seit rund einem Jahr weltweit laufende Fokussierung auf High-End-Mandanten liegen. Laut „The Lawyer“ hat Linklaters ihre Mandantenbasis bereits von 11.000 auf 6.000 Unternehmen zusammengestrichen, 3.000 sei das Ziel. Linklaters hat eine Stellungnahme zu den Presseberichten abgelehnt. (Jörn Poppelbaum)