Diese Verluste gehen auf den ersten Blick auf die gestiegene Zahl der Berufsträger zurück: 2006 arbeiteten in Deutschland 18 Berufsträger mehr als im Vorjahr.
Auch der Umsatz pro Equity-Partner sank um 18,8 Prozent auf 429.546 Euro. Zwar hat Rödl zwei weitere Anwälte als Equity-Partner aufgenommen.
Die Leverage bleibt damit zwar bei 1:21, ist allerdings schon geringfügig von 23 gesunken. Das stärkere Wachstum bei den Zahlen im Ausland (plus 11,73 Prozent auf 20,6 Millionen Euro) zeigt, dass Rödl weiterhin von ihrer internationalen Aufstellung profitiert.
So gab die Kanzlei selbst bekannt, dass sich die M&A-Beratung im vergangenen Jahr besonders stark entwickelt habe und internationale Transaktionen von Unternehmen und Immobilien mit einem Volumen von rund vier Milliarden Euro begleitet worden seien. Wachstumsmotor bleibe das Auslandsgeschäft, weit über ein Drittel des Gesamtumsatzes erzielte die Kanzlei im Ausland.
Die Rechtsberatung macht in der MDP-Kanzlei rund 35 Prozent (59,8 Millionen Euro) des Umsatzes im In- und Ausland aus. Rödl ist mit 70 Niederlassungen in 31 Ländern vertreten. Vor allem das Asiengeschäft bleibt für die Kanzlei von zentraler Bedeutung: Erst im März hat die Kanzlei in Vietnam eine Niederlassung eröffnet, in Thailand hatte sie sich mit ihrer bisherigen Kooperationskanzlei zusammengeschlossen. In Indien arbeitet Röld mit lokalen Büros in Neu Delhi und Bangalore zusammen. Weitere Büros in Chennai und Pune sind geplant.