Kurer, der neben der Rechtsabteilung auch den Bereich Compliance verantwortete, war Mitte 2001 als Group General Counsel zu UBS gewechselt. Ein Jahr später wurde er außerdem in die Konzernleitung berufen. Begonnen hatte der Unternehmensjurist seine Karriere 1980 bei Baker & McKenzie, für die er zehn Jahre zuerst als Associate und später als Partner von Zürich aus arbeitete. 1991 wechselte er zu Homburger Rechtsanwälte, in deren Namen er bis 2001 vor allem zu seinem Spezialgebiet M&A- und Kapitalmarkttransaktionen beriet.
Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Kurer im Jahre 2001 für seine Rolle bei der Swissair-Insolvenz, als er für die UBS – einer der Hauptgläubiger der Fluglinie – die Verhandlungen führte.
Die Nachfolgeregelung an der Spitze des Verwaltunsrates ist nach Darstellung von UBS Teil eines umfassenden Projekts, mit dem das Gremium die Ursachen für die aktuelle Krise der Bank untersuchen möchte. UBS musste im Zuge der Subprime-Krise zusätzliche Abschreibungen in Milliarden-Höhe vornehmen und weiteres Kapital über Privatplatzierungen aufnehmen. Überprüft werden sollen nun unter anderem Governance, Risikomanagement, Monitoring sowie Überwachungs- und Anreizsysteme.
Wer künftig die Position des General Counsel bei UBS übernimmt, steht derzeit noch nicht fest.