Diese erzielte jedoch zuletzt schwache Margen. Nach Presseberichten muss Grundmann den Posten nun deswegen räumen.
An der Struktur der Compliance-Abteilung soll sich durch den Personalwechsel nichts ändern. Grundmann wird wie sein Vorgänger an den zuständigen Vorstand für Recht und Compliance, Peter Solmssen, berichten. Siemens hatte die Aufgaben im Management der Compliance-Organisation zuletzt Mitte 2010 neu verteilt (mehr…). Zu diesem Zeitpunkt hatte auch Winter seinen Job als CCO angetreten. Er wurde damals Nachfolger von Dr. Andreas Pohlmann, der seinerzeit von Siemens zum Anlagenbauer Ferrostaal gewechselt war (mehr…).
Die Ernennung Winters hatten einige Beobachtern damals als überraschend eingestuft, als Favorit für die Position galt eher der seit Ende 2007 als Compliance Operating Officer und Chief Counsel Compliance and Investigations operierende Jurist Dr. Klaus Moosmayer. Moosmayer hatte maßgeblich daran mitgewirkt, dass das Unternehmen seine Compliance-Strukturen nach dem Korruptionsskandal verbesserte. Allerdings war auch seine Stellung nach der Ernennung Winters gestärkt worden. Seither ist Moosmayer als Chief Counsel Compliance für das gesamte juristische Compliance-Management verantwortlich. Daran soll sich auch nach dem Amtsantritt Grundmanns nichts ändern.
In der Riege der Dax-Konzerne sind Nicht-Juristen unter den CCOs die große Ausnahme. Die weit überwiegende Zahl der Unternehmen hat die Position mit einem Syndikus besetzt. Allerdings werden die Teams in den meisten Compliance-Abteilungen vermehrt interdisziplinär besetzt, neben Juristen sind auf diesem Gebiet vor allem auch Betriebswirte, Ingenieure oder Sozialwissenschaftler tätig.