Compliance

Siemens verteilt Management-Aufgaben neu

Bei Siemens werden die Aufgaben im Management der Compliance-Organisation neu verteilt. Nach dem Wechsel des bisherigen Chief Compliance Officers (CCO) Dr. Andreas Pohlmann in den Vorstand von Ferrostaal übernehmen ab Juli der bisherige Deutschland-Chef Josef Winter als CCO und der schon bislang in der Compliance-Organisation tätige Dr. Klaus Moosmayer die Aufgaben.

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Winter (52) ist seit 1984 bei Siemens tätig. 2002 wurde er Chef der Siemens-Regionalgesellschaft in Korea. Im Jahr 2004 übernahm der studierte Elektrotechniker seine Position als Deutschland-Chef und verantwortete seitdem die Vertriebs- und Serviceaktivitäten. Eigentlich hätte er zum Juli in den Sektor Industry wechseln und dort die Verantwortung für Vertrieb und Business Development übernehmen sollen, doch dann schied CCO Pohlmann aus.

Entsprechend seiner bisherigen Erfahrung soll Winter als CCO vor allem die operativen und vertrieblichen Themen im Auge behalten. Dazu gehört auch die Steuerung der jeweiligen Verantwortlichen in den Landesgesellschaften und Sektoren. Zudem soll er die Initiativen für sogenannte Collective Action vorantreiben, die Zusammenarbeit von Unternehmen und Institutionen für saubere Geschäfte.

Moosmayer, seit Ende 2007 Compliance Operating Officer und Chief Counsel Compliance and Investigations, war maßgeblich am Neuaufbau der Compliance-Struktur nach dem Korruptionsskandal beteiligt und engagiert sich auch außerhalb des Konzerns stark für das Thema. Nicht zuletzt deshalb galt er im Markt als erste Wahl für die Nachfolge Pohlmanns. Als künftiger Chief Counsel Compliance, eine Position, die es bislang nicht gab, wird er nun für das gesamte juristische Compliance-Management verantwortlich sein, darunter die zentralen Richtlinien, Kontrollen und interne Untersuchungen. Sein Aufgabenfeld ist ähnlich dem, das er bereits bislang innehatte.

Sowohl Winter als auch Moosmayer berichten direkt an Rechts- und Compliancevorstand Peter Solmssen.

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