Start in Deutschland

King & Spalding eröffnet mit OIK-Inhousejurist und renommiertem Heuking-Partner in Frankfurt

King & Spalding eröffnet zum Oktober ein deutsches Büro in Frankfurt. Für den Start gewann die US-Kanzlei den bisherigen Chefjuristen der Wiesbadener Oppenheim Immobilien KAG (OIK) Mario Leißner (36) und Michael Prinz zu Löwenstein (57), bislang Partner bei Heuking Kühn Lüer Wojtek in Frankfurt.Ob Löwenstein, der seit 1990 bei Heuking war, allein oder mit Associates kommt, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt. Auch der genaue Zeitpunkt seines Wechsels steht noch nicht fest. Leißner bringt drei Juristen seines Teams mit. Die beiden Neu-Partner dürften sich gut ergänzen: Während Leißner mehrere Jahre Erfahrung mit Immobilientransaktionen und dem Fonds-Geschäft mitbringt, legt Löwenstein seine Schwerpunkte auf Corporate und Finanzierungen. Zudem gilt der anerkannte Heuking-Partner als ausgezeichnet in Frankfurt vernetzt. Seit 2006 sitzt er etwa für die CDU in der Stadtverordnetenversammlung.

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Der Hamburger Heuking-Partner Dr. Stefan Duhnkrack sagte, die Kanzlei und Löwenstein würden sich freundschaftlich trennen. Zwar machte er deutlich, dass man das Ausscheiden des langjährigen Partners bedauere, doch werde sein Weggang „Motivation sein, den Ausbau des Frankfurter Büros fortzusetzen“. Derzeit sind noch sechs Partner aktiv in Frankfurt tätig.

Leißner war rund acht Jahre Chefjurist bei OIK. In dieser Zeit wickelte er mit seinem Team zahlreiche in- und ausländische Immobilientransaktionen ab. OIK verfügt über ein Vermögen von rund zehn Milliarden Euro und legt vor allem Immobilien-Spezialfonds auf. Nach der Übernahme von OIK durch IVG Immobilien war lange unklar, wie sich die sehr unterschiedlich aufgestellten Rechtsabteilungen arrangieren würden. Soweit bekannt, war es schließlich Leißners Entscheidung zu gehen. OIK dürfte er wohl voraussichtlich auch als Partner von King & Spalding weiter beraten. Bereits zuvor hatte er mit der Kanzlei in den USA zusammengearbeitet.

King & Spalding gehört zu den Top-50-Kanzleien der USA und verfügt außerhalb der Staaten über Büros in London, Dubai und Riad. 2006 erzielte die Kanzlei mit rund 800 Anwälten weltweit einen Umsatz von rund 582,5 Millionen US-Dollar (rund 426 Millionen Euro) und steigerte den Gewinn pro Partner um 25 Prozent auf gut 1,3 Millionen Dollar (rund 950.000 Euro).

Die in Atlanta beheimatete Kanzlei ist vor allem für ihre Litigation-Praxis bekannt und berät bereits eine Reihe deutscher und europäischer Fonds bei Akquisitionen in den Vereinigten Staaten. Sie gehört zudem zu den etablierten US-Kanzleien für Islamic Finance und Reits. Zu ihren Mandanten zählen außerdem Coca-Cola und Home Depot, aber auch Morgan Stanley, Lehman, CSFB, Deutsche Bank und GE Real Estate. Erst im Februar verlagerte die Kanzlei den Schwerpunkt ihrer Immobilien-Praxis nach New York und gewann dort von Cravath Swaine & Moore den Real-Estate-Anwalt Andrew Charles als neuen Partner.

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