Startschuss für deutsche IP-Praxis

Team von Mayer Brown wechselt zu Kaye Scholer

Der Patentrechtler Wolfgang Leip (56) ist Anfang der Woche mit einem Associate und zwei Mitarbeiterinnen aus dem Frankfurter Mayer Brown-Büro zu Kaye Scholer gewechselt. Damit legt die US-Kanzlei am Main den Grundstock für den Aufbau eines eigenen deutschen IP-Teams. Mayer Brown verliert dagegen mit Leip ihren einzigen marktbekannten Patentrechtler.Leip ist einer der Gründungspartner der deutschen Mayer Brown-Praxis und ein Urgestein der Vorgänger-Kanzlei Gaedertz. Nach der Fusion von Gaedertz und Mayer Brown konzentrierte sich der IP-Rechtler ab 2001 immer stärker auf Patentverletzungsfälle und die Technologieberatung. In Prozessen betreute er unter anderem den Gesundheitskonzern Fresenius Medical Care oder das niederländische Chemieunternehmen Royal DSM. Zuletzt war es Leip gelungen, ein kleines Team aufzubauen, dass sich von Frankfurt aus bundesweites Renommee erarbeitete. Ansonsten dominieren vor allem Düsseldorfer, Mannheimer und Münchner Kanzleien im Patentrecht.

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Für Kaye Scholer bedeutet die Ankunft des Teams um Leip den Eintritt in das deutsche IP-Geschäft. Bisher verfügte die hiesige Praxis über keinen marktbekannten IP-Rechtler. Alleine in New York arbeiten für die Kanzlei dagegen 50 Patent-Prozessanwälte. „Es reizt mich, dass einer der strategischen Schwerpunkte von Kaye Scholer auf Patent-Litigation liegt und meine deutsche Patent-Praxis damit in eine wesentlich größere Einheit als bisher eingebunden ist“, sagte Leip.

Bei Mayer Brown arbeiten weltweit derzeit 27 Patentrechtler. Für die Kanzlei bedeutet Leips Weggang einen Rückschlag in ihrem Bemühen, eine stärkere Rolle im deutschen Patentrecht zu spielen. Mayer Brown hatte in den vergangenen Jahren stets versucht, den Bereich durch weitere erfahrene Berufsträger zu ergänzen, war aber nicht fündig geworden. Die starke Praxis im Marken- und Wettbewerbsrecht berührt der Wechsel indes nicht.

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