Strafrecht

Kurswechsel bei Knierim

Zum Jahreswechsel hat die Strafrechtskanzlei Knierim & Kollegen zwei neue Partner gewonnen und firmiert nun unter Knierim Huber. Zugleich verließen aber auch drei Partner die Kanzlei und eröffneten eigene Büros in Frankfurt und Wiesbaden.

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Mit den Wechseln verlagert sich der bisher eindeutig im Stammbüro Mainz liegende Kompetenzschwerpunkt signifikant in das junge Berliner Knierim-Büro. Dort stießen Dr. Daniel Gutman (35), bislang Deputy General Counsel bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, und Dr. Steffi Kindler (36), bislang in der angesehenen Strafrechtsboutique Krause & Kollegen tätig, zu der Kanzlei. Das Berliner Büro existiert erst seit vergangenem Herbst und entstand, als KPMG-General Counsel Hans-Peter Huber in die Kanzlei wechselte (mehr…).. Auf ihn folgte bei KPMG Dr. Hans-Peter Aicher (51). Er ist seit 1989 bei der WP-Gesellschaft und seit 1998 Partner.

Knierim-Neuzugang Gutman begann seine juristische Karriere bei Gleiss Lutz und war seit 2008 bei KPMG tätig. Kindler wiederum begann bei Noerr und wechselte 2009 zu Krause. Huber bezeichnete die Erfahrung, die die beiden Neuzugänge mitbringen, als Teil einer „2013 anlaufenden Qualitätsoffensive“. Der Mainzer Björn Krug (34), seit 2011 bei Knierim, wurde zudem zum Partner ernannt.

Zeitgleich mit den Neuzugängen bei Knierim verließen die bisherigen Partner Kathie Schröder (39), Gernot Zimmermann (37) und Dr. Robin Smok (35) die Kanzlei. Vor allem Schröder und Zimmermann gehören zu den langjährigen Kollegen von Namenspartner Thomas Knierim in Mainz. Ihr Ausscheiden dürfte auf strategische Meinungsverschiedenheiten zurückzuführen sein, entwickelt sich Knierims Kanzlei doch immer stärker in Richtung Complianceberatung, wo sie auch an Marktpräsenz gewinnt. Das Team verteidigt gleichwohl weiterhin in prominenten Verfahren, wie etwa dem um den möglichen Umsatzsteuerbetrug bei der Deutschen Bank (mehr…).

Die drei ausgeschiedenen Strafrechtler entschieden sich nun dennoch für den Weg in die Selbstständigkeit. Kathie Schröder, die im Markt einen guten Ruf genießt, ließ sich in Frankfurt in Einzelkanzlei nieder. Sie war Marktinformationen zufolge unter anderem für den Klinikbetreiber Rhön tätig und verteidigt in einem Abrechnungsbetrugsverfahren. Zimmermann und Smok haben sich in Wiesbaden unter Zimmermann Smok zusammengetan. Zimmermann war in der Vergangenheit unter anderem für den Fahrzeugkonzern MAN tätig, verteidigte aber auch in Korruptions- und Außenwirtschaftsverfahren. Smok war unter anderem im Komplex um den Beinahe-Niedergang der SachsenLB tätig.

Bei Knierim Huber arbeiten aktuell zehn Anwälte, drei von ihnen in Berlin, die anderen in Mainz.

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