Bücher begann ihre anwaltliche Laufbahn bei Peters in Düsseldorf, seinerzeit noch mit zivilrechtlicher Ausrichtung. Es folgte eine Station bei der Kölner Strafrechtskanzlei Birkenstock und schließlich der Wechsel zu PwC. Deren Strafrechtspraxis hatte in den vergangenen Jahren eine recht wechselvolle Geschichte.
Von dort kennen sich aber auch Velke und Bücher gut. Velke stieß 2011 zu PwC Legal und war dort bis zur Gründung ihrer eigenen Kanzlei im Jahr 2016 tätig.
Seitdem hat sich ihre Kanzlei gut etabliert. Unter anderem verteidigte Velke einen ehemaligen Mitarbeiter der Deutschen Bank im sogenannten CO2-Verfahren rund um den Handel mit Zertifikaten, sowie den ehemaligen Geschäftsführer nach der Pleite der AWO Wiesbaden. Da sie bislang als Einzelkämpferin gearbeitet hat, blieb die Marktpräsenz allerdings begrenzt. Das Wachstum auf Partnerebene sollte es aber erlauben, mittelfristig auch einen anwaltlichen Unterbau zu schaffen.
Die Expansion in eine neue Stadt ist bei den Strafrechtskanzleien nach wie vor selten. Feigen Graf und Roxin gehören zu den wenigen Boutiquen, die diesen Weg gegangen sind.