Latham & Watkins hat ein Büro in Südkorea eröffnet. Standortleiter in Seoul wird Joseph Bevash, der bereits seit mehr als 20 Jahren in Südostasien tätig ist und zugleich das japanische Büro in Tokio managt. Die US-Kanzlei folgt damit anderen internationalen Kanzleien in einen sich öffnenden Markt.
In Seoul wird Latham-Partner Bevash unterstützt von dem Finanzierungspartner Sungjin Kang sowie der Corporate-Counsel Helena Kim. Schwerpunkt der Arbeit in Südkorea sollen zunächst Fremdfinanzierungen, aber auch gesellschaftsrechtliche Fragen sein. Die Republik mit rund 50 Millionen Einwohnern gilt als Hightech-Land mit schnell wachsenden Familienkonzernen und hochgebildetem Nachwuchs.
Für Latham ist Südkorea der sechste Standort in Asien. Die Kanzlei ist neben Tokio auch in Singapur, Honkong, Schanghai und Peking vertreten. Dass sich die US-Kanzlei um eine Lizenz des koreanischen Juistizminsiteriums bemüht, war schon länger bekannt. Im Oktober erfolgte dann der Zuschlag.
Nun sind weit mehr als 20 ausländische Sozietäten dort präsent, die nach internationalem Recht beraten und sonstige Dienste in Kooperationen mit lokalen Sozietäten anbieten dürfen. Nachdem schon internationale Großkanzleien wie Baker & McKenzie, Cleary Gottlieb Steen & Hamilton sowie McDermott Will & Emery vor Jahren dort eröffneten,kamen im vergangenen Jahr auch Allen & Overy, White & Case und Milbank Tweed Hadley & McCloy dazu.
Die Grundlage ihrer Arbeitsgenehmigung sind auch entsprechende Handelsabkommen mit der EU und den USA, in denen eine Liberalisierung des südkoreanischen Anwaltsmarktes vereinbart ist. Für britische Sozietäten wie Clifford Chance, die schon seit 2012 in Seoul vertreten ist, dürfte es demnach langfristig entscheidend sein, dass Großbritannien wieder ein eigenes Handelsabkommen mit dem ostasiatischen Land schließt. (Sonja Behrens)