Kübler zum Insolvenzverwalter der sächsischen Tochter bestimmt
Das Amtsgericht Chemnitz hat für die Thielert Aircraft Engines, eine Tochter des Hamburger Flugzeugmotorenbauers Thielert, ein Insolvenzverfahren eröffnet. Dr. Bruno Kübler (63), Dresdner Namenspartner der Kanzlei Kübler, wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt.Nach Einschätzung Küblers ist auch die Pleite der Muttergesellschaft Thielert Holding absehbar. In der vergangenen Woche hatten sich deren Liquiditätsschwierigkeiten verschärft (Thielert-Restrukturierung vorerst gescheitert). Ein von einigen Großaktionären um die Sputnik-Gruppe ausgearbeitetes Restrukturierungskonzept scheiterte, nachdem das Landeskriminalamt Unterlagen vorgelegt hat, denen zufolge die Unternehmens-Jahresabschlüsse zwischen 2003 und 2005 vermutlich unrichtig sind. Der Aufsichtsrat kündigte im Zuge dessen den Vorständen Frank Thielert und Roswitha Grosser mit sofortiger Wirkung.
Derzeit führt Kübler Gespräche mit den Hauptgläubigern sowie einer Reihe potenzieller Investoren für Thielert Aircraft Engines. Das Unternehmen mit Sitz bei Chemnitz ist mit seinen 350 Beschäftigten auf den Bau und die Konstruktion von Motoren für kleine Flugzeuge spezialisiert.
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