Baker & Mckenzie hat im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland einen Umsatz von 91,3 Millionen Euro erzielt. Damit steigerte die Praxis ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um 8,7 Prozent.
Damit machte die Kanzlei hierzulande ihren Umsatzrückgang des Vorjahres wieder wett: Im Geschäftsjahr 2009/2010 verzeichnete Baker einen Umsatzrückgang von knapp 8 Prozent auf 84 Millionen Euro. Mit der jetzigen Trendwende liegt Baker sogar wieder leicht über den Zahlen von 2008/2009, wo sie sogar ein zweistelliges Umsatzplus einfuhr.
Das aktuelle Wachstum ist vor allem auf die Corporate-Praxis zurückzuführen. So trugen unter anderem große Deals wie die Beratung des chinesischen Konzern CQLT bei der Übernahme von Saargummi (mehr…) wesentlich zum guten Umsatzergebnis bei. Daneben konnten die deutschen Praxen im Banking, Steuerrecht und Litigation leicht zulegen.
Die Zahl der Equity-Partner sank von 44 auf 42, während die Zahl der Berufsträger um 4,7 Prozent von 172 auf 180 Anwälte anstieg. Auch im Hinblick auf den Umsatz pro Berufsträger (UBT) bedeutet das aktuelle Umsatzergebnis damit ein Plus: Der UBT stieg um 3,9 Prozent von 488.000 auf 507.000 Euro, blieb aber damit hinter dem Umsatzplus und auch leicht hinter dem Wachstum beim Personal zurück. Auch hat Baker beim UBT noch nicht wieder das Niveau von 2008/2009 erreicht. Damals lag der UBT bei rund 532.000 Euro.
Gleichwohl ist die Steigerung beim UBT vor dem Hintergrund der gestiegenen Berufsträgerzahlen respektabel. Andere Kanzleien wie Freshfields Bruckhaus Deringer mit einem UBT-Wachstum von 4,7 Prozent oder Clifford Chance (plus 9,1 Prozent) bauten anders als Baker die Anzahl ihrer Berufsträger im vergangenen Geschäftsjahr ab.
Die weltweiten Umsatzzahlen gibt Baker erst Mitte August bekannt, aber auch hier zeichnet sich ein Plus ab. (Silke Brünger)