Turbulent

Dewey-Steuerexperte doch nicht zu GSK – aber Baurechtler kommt

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  • JUVE

Rolle rückwärts: Dewey & Le Boeuf-Steuerberater Dieter Lübbehüsen bleibt seiner Kanzlei nun doch erhalten. Entgegen seiner Ankündigung, in das Frankfurter Büro von GSK Stockmann & Kollegen zu wechseln, teilte der 49-Jährige nun mit, dass er trotz eines bestehenden neuen Vertragsverhältnisses nicht zu GSK gehen wird. Geglückt ist dagegen die Verstärkung des Berliner Büros mit einem Quereinsteiger: Der Baurechtler Dr. Jan Kehrberg (42) kam zum Monatsbeginn von Hammonds.

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„Wir hatten einen Vertrag mit Herrn Lübbehüsen. Dewey hat ihm nun ein fantastisches Angebot gemacht. Dass er da schwach wird, dafür haben wir Verständnis“, sagte GSK Namenspartner Dr. Rainer Stockmann. Ihren langfristigen Plan, das Steuerrecht weiter aufzubauen, will die Kanzlei aber weiter verfolgen. „Das hängt nicht an Herrn Lübbehüsen“, so Stockmann.

Dewey ist froh, dass Lübbehüsen bleibt. „Herr Lübbehüsen ist ein fachlich hervorragender Steuerrechtler“, sagte der deutsche Standortleiter Dr. Hanno Berger. Lübbehüsen soll zudem stärker eigene Mandate bearbeiten können und mehr operativ tätig sein. Außerdem ist ihm die Equity-Partnerschaft in Aussicht gestellt worden – voraussichtlich zum Jahresbeginn 2010. Zunächst wird die Kanzlei seinem Wunsch nach einem Auslandsaufenthalt nachkommen, er wird sechs bis zwölf Monate im Londoner Büro von Dewey verbringen.

Lübbehüsen ist seit 2005 bei Dewey & LeBoeuf und dort Local Partner. Zuvor hatte er seit 1998 im Frankfurter Clifford-Chance-Büro gearbeitet, nachdem er lange Jahre in der Finanzverwaltung und beim Bundesrechnungshof tätig gewesen war. Sein Schwerpunkt liegt im Investmentsteuerrecht, in dem neben ihm bei Dewey noch zwei Associates tätig sind. Dieses Spezialgebiet soll stark ausgebaut werden, so Hanno Berger. „Wir wollen zusätzlich auch in den Bereich Fondsrechnungslegung einsteigen“, sagte er und kündigte die Einstellung von weiteren Associates an.

Im Bereich Projektentwicklung hat sich die GSK bereits verstärkt. Der 42-jährige Bau- und Architektenrechtler Dr. Jan Kehrberg wechselte von Hammonds in Berlin, wo er seit 2005 als Fixed-Share-Partner mit Schwerpunkt im privaten Baurecht tätig war. Der Associate Andreas Ingendoh (35) begleitete ihn bei dem Wechsel.

Kehrberg kam 2005 von Nörr Stiefenhofer Lutz zu Hammonds und berät Bauherren, Projektentwickler und Bauträger. „Mit Jan Kehrberg vertiefen wir unsere Marktdurchdringung im Bereich Projektentwicklung, insbesondere auf dem Berliner Markt. Wir sehen in ihm eine sehr gute Chance, den Bereich noch weiter voran zu bringen, auch international“, so Namenspartner Stockmann.

Hammonds hat auf den Wechsel mit der Einstellung von Associate Daniela Felser reagiert. Die 41-Jährige kam bereits zum September von der Baurechts-Boutique Heiermann Franke Knipp, zuvor war sie bis 2005 bei Knauthe Rechtsanwälte tätig. Neben dem gewerblichen Mietrecht zählt auch das private Baurecht zu ihren Schwerpunkten. Dieser Bereich soll nach Angaben der Kanzlei noch weiter ausgebaut werden.

Bereits im Sommer hatte Hammonds mit Dr. Hermann Müller, der in die Praxisgruppe Öffentliches Recht von CMS Hasche Sigle wechselte, und Dr. Wilhelm Bellut, der sich Büsing Müffelmann Theye anschloss, zwei Anwälte verloren. Hammonds richtet sich derzeit in Berlin stark auf die Praxisgruppen Built Environment und Corporate Strategy & Finance aus, mit dem Ziel, noch stärker von der internationalen Aufstellung zu profitieren. Nach den Weggängen bleiben im Berliner Büro 13 Partner und 30 Associates.

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