Umsatzzahlen

Shearman fast 30 Prozent im Minus

Nach einem herausragenden Jahr 2008 haben die deutschen Büros von Shearman & Sterling im Krisenjahr 2009 einen starken Umsatzrückgang von fast 30 Prozent verbucht. Die inzwischen nur noch 76 Berufsträger starke Kanzlei erwirtschaftete einen Umsatz von 77 Millionen Euro. Der Umsatz pro Berufsträger liegt damit aber weiterhin bei über einer Million Euro.

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Dennoch fällt der Umsatzrückgang von 105 Millionen Euro im Vorjahr auf 77 Millionen Euro – das entspricht einem Minus von 26,7 Prozent – höher aus als von den meisten Marktteilnehmern erwartet. Schließlich war die Sozietät auch im zuletzt schwierigen Marktumfeld in hochkarätige Mandate eingebunden, darunter die Beratung von Qatar Investment beim Porsche-Einstieg oder die Begleitung des Staatsfonds IPIC (Abu Dhabi) bei der Beteiligung an Daimler.

„2008 haben wir noch stark klassisches, großvolumiges M&A-Geschäft betreut. Das hat sich im letzten Geschäftsjahr aufgrund der Marktlage sehr verändert. In 2009 waren wir demgegenüber mit hochkomplexen und spannenden Ausnahmetransaktionen um Katar, Opel oder Hypo Real Estate beschäftigt, die waren aber mit einem viel höheren Einsatz der Partner verbunden“, sagte der deutsche Co-Managing Partner Dr. Harald Selzner. „Durch diese Art zu arbeiten konnten wir unsere Produktivität mit einem Umsatz pro Berufsträger von über einer Million Euro erfolgreich behaupten“, so Selzner weiter.

2008 war für Shearman in Deutschland tatsächlich ein außergewöhnliches Boom-Jahr gewesen: Nach zahlreichen Abgängen personell verkleinert, aber dennoch mit stark leveragegetriebenen Mandaten wie dem Verkauf der Dresdner Bank für die Allianz oder aufseiten von E.on beim Beteiligungstausch mit Statkraft beschäftigt, hatten die Deutschen ihren Umsatz nochmals um fünf Prozent gesteigert.

Damit hatte sich die deutsche Einheit von der weltweiten Shearman-Entwicklung abgesetzt: Schon von 2007 auf 2008 verbuchte die Gesamtkanzlei einen Rückgang von 5,6 Prozent auf 892 Millionen US-Dollar. Im Geschäftsjahr 2009 ging es gegenüber dem Vorjahr weiter abwärts – auf 801 Millionen Dollar (-10,2 Prozent). „Auch wenn die weltweiten Umsätze gesunken sind, haben wir unsere Profitabilität um 4,2 Prozent gesteigert. Der bloße Umsatz ist für uns nicht entscheidend“, sagte Selzner.

In Deutschland verringerte sich zudem die Zahl der Berufsträger, was allerdings nicht Folge eines Personalabbaus war. Die Differenz von zwölf Berufsträgern gegenüber 2008 ergibt sich aus den zahlreichen Abgängen der Vergangenheit, die rein rechnerisch noch Auswirkungen auf die Kopfzahl im abgelaufenen Geschäftsjahr hatten. 

Dass Shearman dennoch weiter zu den produktivsten unter den Top-Kanzleien zählt, zeigt sich an ihrem Umsatz pro Berufsträger. Gegenüber dem Vorjahr ist dieser zwar rückläufig (-15,1 Prozent), übersteigt aber noch immer die Marke von einer Million Euro (1.013.000 Euro).

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