Kapellmann erwirtschaftete – inklusive der Leistung des kleinen Brüsseler Büros – im abgelaufenen Jahr 40 Millionen Euro und steigerte ihren Umsatz damit um 8,7 Prozent. Nach derzeitigem Stand gehört dieses Umsatzplus zu den ausgeprägteren unter den größeren deutschen Kanzleien. Wie schon in den Vorjahren war nicht nur die ungebrochene Stärke im Bau- und Immobilienrecht dafür verantwortlich, sondern auch die sich stetig weiter entwickelnden Praxen etwa im Gesellschafts-, Kartell- oder Wirtschaftsstrafrecht.
Nach zwei Jahren deutlicher Steigerung sank allerdings der Umsatz pro Berufsträger (UBT) wieder, wenn auch nur marginal, auf nun rund 364.000 Euro. Sah es im Vorjahr noch so aus, als würde Kapellmann nach diesem Kriterium zur Wettbewerberin GSK aufschließen, hat sich der Abstand jetzt wieder vergrößert. GSK legte um gut zwei Prozent zu und kommt nun auf einen UBT von 377.000 Euro. Im Vorjahr trennten gerade einmal rund 2.000 Euro pro Berufsträger die beiden Kanzleien. Die unterschiedliche Entwicklung beim UBT ist primär auf die Personalentwicklung beider Kanzleien zurückzuführen: GSK beschäftigte gut fünf Prozent mehr Berufsträger als im Vorjahr, Kapellmann gleich zehn Prozent mehr.
GSK steigerte ihren Gesamtumsatz um 7,7 Prozent auf 50,2 Millionen Euro. Damit knackte die Kanzlei erstmals die 50-Millionen-Euro-Marke. Auch GSK spricht von einem Plus, an dem nahezu alle Praxisbereiche beteiligt waren, und führt die gute Entwicklung unter anderem auf die zunehmende fachübergreifende Zusammenarbeit zurück.