Anders als in den vergangenen Jahren war nicht mehr die Expansion im Ausland der klare Treiber. 2010 lag der Zuwachs des Geschäfts in Deutschland nur noch geringfügig unter der Steigerung auf internationalem Terrain.
Der Gesamtanteil der Rechtsberatung nahm dabei von 36 Prozent auf 35,1 Prozent minimal ab. Allerdings bewegt er sich seit Jahren konstant um die Marke von 35 Prozent. In Deutschland macht die Rechtsberatung 47,6 Prozent des Geschäfts aus. 2010 setzte der Bereich 70,4 Millionen Euro um, womit sich Rödl weiter in die Riege der 20 umsatzstärksten Sozietäten in Deutschland einreihen dürfte. Der Umsatzzuwachs lag bei gut fünf Prozent. Das Plus ist damit in etwa so hoch wie der Zugewinn auf internationaler Ebene, wo die Kanzlei nach einer Steigerung um knapp 5,2 Prozent nun 122,2 Millionen Euro umsetzte. In den vergangenen Jahren hatte die Kanzlei in der Rechtsberatung international auch aufgrund beständiger örtlicher Expansion meist eine stärkere Entwicklung als in Deutschland verbucht. Zuletzt hatte Rödl im vergangenen Jahr etwa in Kasachstan eröffnet.
Profitieren konnte die Kanzlei in der Rechtsberatung in Deutschland vor allem vom wieder anziehenden Markt mit Immobilientransaktionen und speziell im zweiten Halbjahr auch im Bereich M&A. Daneben entwickelte sich das Geschäft im Steuerrecht sehr positiv, etwa in Fragen zu Nachfolgeregelungen. Im Gegensatz zum hiesigen Rechtsgeschäft prägten im Ausland zuletzt weniger größere Transaktionen die Arbeit, dafür war der Anteil an laufender Beratung höher. Beim Umsatz pro Berufsträger kam Rödl in der Rechts- und Steuerrechtsberatung nun auf ein Ergebnis von knapp 369.000 Euro, das sind gut 3,9 Prozent mehr als 2009. Weltweit liegt der UBT ein ganzes Stück höher, hier kommt Rödl auf ein Ergebnis von 585.000 Euro. (René Bender)