Umstrukturierung in Düsseldorf

Der Zeitpunkt ist perfekt. Der Wechsel des M&A-Schwergewichts Rolf Koerfer von Shearman & Sterling zu Allen & Overy zeigt nicht nur, wie entschlossen die britische Kanzlei derzeit den Ausbau ihrer Corporate-Praxis vorantreibt, sondern auch wie geschickt sie im derzeit ungewohnt volatilen Düsseldorfer Markt zu handeln imstande ist. Während die Anwälte vor Ort noch damit beschäftigt sind, die Folgen des Wechsels von Ralph Wollburg zu Linklaters zu diskutieren, meldet Allen & Overy nun Anspruch auf ein dickes Stück des Corporate-Markts an Rhein und Ruhr an. Die Verstärkung der Corporate-Kapazitäten in Deutschland hatte sich die Kanzlei schon länger auf die Fahnen geschrieben.

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Spätestens mit der überraschenden Eröffnung des Düsseldorfer Büros im Sommer 2007 mit einem Quereinsteiger von Freshfields zeigte sich, dass sie dabei mehr als bloß organisches Wachstum im Blick hat. Das Zeitfenster, das ihr nun durch geschwächte Wettbewerber sicherlich nur eine Zeit lang offen steht, wird sie entschlossen für den Ausbau der Corporate-Präsenz nutzen wollen. Linklaters gerät damit schon kurz nach ihrem Start als Angreiferin im Düsseldorfer Markt unter Druck.

Und Shearman & Sterling? Die US-Kanzlei verliert in ihrem Düsseldorfer Büro den neben Seniorpartner Georg Thoma leistungsstärksten Corporate-Partner – der zudem eine Führungsrolle in der weltweiten M&A-Praxis innehatte.

Trotz ihrer ausgezeichneten Position gerade im Corporate-Geschäft hierzulande werden nun einige interne Managementthemen dringlicher: Die deutliche Verbreiterung der Basis des Düsseldorfer Büros über Thoma hinaus – sowohl was die Mandatskontakte als auch die Kanzleiführung angeht – sowie eine bessere Zusammenarbeit der einzelnen Standorte dürften dabei an erster Stelle stehen.

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